U23 23.01.2021 — 16:00 Uhr

Auswärtssieg: U23 dreht Partie in Aalen

Tore von Fedl und Brandstetter bescheren Mainz drei Punkte

Vorbereiter der beiden Mainzer Treffer: Jungprofi Paul Nebel zeigte eine starke Partie.Foto: imago-images/Eibner

Nach zwei bitteren Niederlagen in Folge hat die U23 beim VfR den Bock umgestoßen und sich verdient mit 2:1 (1:1) durchgesetzt. Im Duell der Tabellennachbarn gingen die Hausherren zunächst früh in Führung, ehe die 05ER nach einer deutlichen Leistungssteigerung noch vor der Halbzeit durch Kapitän Jonas Fedl ausglichen. Im zweiten Spielabschnitt, den der FSV 30 Minuten lang in Überzahl bestritt, drehte schließlich Top-Torjäger Simon Brandstetter mit seinem siebten Saisontreffer die Partie, nach der die höchste Ausbildungsmannschaft mit 26 Punkten nach 19 Partien auf dem neunten Tabellenplatz der Regionalliga Südwest steht.

U23-Cheftrainer Bartosch Gaul nahm nach der 0:2-Heimpleite gegen den FC-Astoria Walldorf drei Startelfwechsel vor: Anstelle von Lasse Rieß, Thomas Rekdal und Marvin Jung bekamen Jungprofi Merveille Papela, Keeper Marius Liesegang und Romario Roesch von Anfang ihre Chance.

Die ersten Minuten der Partie gehörten den Gastgebern, die druckvoll begannen und durch Stürmer Jordan Brown kurz nach Anpfiff die erste Abschlusschance verbuchten (1.). Die 05ER waren zunächst defensiv gebunden und sahen sich drei Minuten später mit einem frühen Rückstand konfrontiert. Im Sechzehner der Rheinhessen behauptete Brown den Ball, behielt die Übersicht und legte auf den besser postierten Leon Volz ab, der aus kurzer Distanz wuchtig zur Aalener Führung verwandelte (4.). Der FSV, der in einem offensiveren 3-4-3-System agierte, kam das erste Mal nach sieben Minuten gefährlich vor das gegnerische Tor. Nach einem von Paul Nebel initiierten Angriff, suchte Lucas Hermes in der Tiefe Sturmkollege Simon Brandstetter, der jedoch in abseitsverdächtiger Position zurückgepfiffen wurde. Nach dem Gegentor fanden die Mainzer jetzt allmählich in die Partie, Aalen verdichtete jedoch gekonnt die Räume, ließ sich etwas fallen und präsentierte sich ab der Mittellinie aggressiv im Gegenpressing, sodass die 05ER nur sporadisch zu hochkarätigen Chancen kam.

Fedl besorgt den Ausgleich

Wenn es gefährlich wurde, dann meist über schnelles vertikales Spiel, so auch nach einem langen Ball von Giuliano Modica auf Hermes, dessen Schuss aber noch zur Ecke geklärt wurde (12.). Nur eine Minute später wurden die Hausherren, die nun mehr und mehr auf Kontersituationen lauerten, im Mainzer Strafraum vorstellig, Torschütze Volz scheiterte jedoch am glänzend parierenden Liesegang. Viel mehr kam von Aalen offensiv in der Folge nicht mehr, Mainz übernahm mit fortlaufender Dauer die Spielkontrolle, fand aber nur selten große Lücken im kompakten und diszipliniert verteidigenden Aalener Defensivverbund. So brachten zunächst auch die Versuche von Hermes (15.) und Nebel (32.) nichts Zählbares ein. Gefährlicher wurde es bei einem Versuch von Roesch, den VfR-Keeper Daniel Bernhardt über das Tor fausten musste. Den anschließenden Eckball köpfte Modica ins Tor, Schiedsrichter Felix Berger hatte jedoch ein Foulspiel der 05ER erkannt, sodass es beim knappen Rückstand blieb, der kurz vor der Halbzeit aber immer mehr ins Wackeln geriet. Aalen igelte sich nun nur noch in der eigenen Hälfte ein und überließ das Spiel den 05ERN, die gute Ansätze zeigten, im Abschluss aber noch glücklos blieben – bis zur 43. Minute. Nach einem erneuten Eckball von Nebel stieg Kapitän Jonas Fedl am höchsten und köpfte zum verdienten 1:1 ein. Ausgerechnet gegen die Aalener, vor deren Standardstärke Gaul im Vorlauf der Partie noch eindrücklich gewarnt hatte waren es nun die Mainzer, die zweimal nach einem Eckball einköpfen durften. Beim zweiten Mal gab es auch nichts mehr zu bemängeln seitens der Unparteiischen, sodass es mit einem ausgeglichenen Spielstand in die Kabine ging.

Aalen 30 Minuten in Unterzahl

Der zweite Spielabschnitt begann ähnlich wie der erste. Aalen verstärkte nun wieder sein offensives Pressing, die 05ER agierten zunächst noch etwas abwartend in Anbetracht der Gefahr, die von den langen Bällen der Aalener ausging. Für den ersten Abschluss zeigten sich die Mainzer verantwortlich, Nebels Abschluss fehlte es aber an Präzision und Kraft (57.). Insgesamt entwickelten beide Teams zu Beginn der zweiten Hälfte nur wenig Torgefahr, nennenswerte Offensivszenen gab es kaum. Doch ähnlich wie in den ersten 45 Minuten avancierten die 05ER schnell zum aktiveren Team und rissen die Spielkontrolle an sich. Dann die Schlüsselszene der Partie: Brown, der bereits in der Anfangsphase der Partie Gelb gesehen hatte, stieg gegen Fedl erneut zu rustikal ein und sah die Ampelkarte (58.). Die Mainzer versuchten ihre Überzahl direkt zu nutzen und drückten auf das Führungstor – es entwickelte sich nun ein Spiel auf ein Tor.

05ER schlagen zurück

Zunächst scheiterte noch Brandstetter nach Vorarbeit von Nebel am stark parierenden Bernhardt (64.), rund zehn Minuten trug das Zusammenspiel der beiden 05ER dann aber Früchte. Der immer stärker werdende Nebel, der an fast allen Angriffen beteiligt war, brachte den Ball in den Sechzehner, wo sich Brandstetter clever eindrehte und flach ins linke untere Eck verwandelte (76.) – das 2:1 aus Sicht der 05ER. Nach dem Führungstor nahm Gaul seinen ersten Wechsel vor und brachte Thomas Rekdal für den aktiven Papela (77.). In der Folge gab es Halbchancen auf beiden Seiten, Aalen warf noch einmal alles nach vorne, den Mainzern war aber anzumerken, dass sie nach zwei bitteren Niederlagen in Folge nun den Auswärtsdreier über die Zeit bringen wollten. Angeführt vom der erfahrenen Achse um Stephan Fürstner, Modica und Brandstetter zeigten sich die 05ER präsent und bissig in den Zweikämpfen und behielten am Ende die Oberhand.

 

VfR Aalen – 1. FSV Mainz U23: 1:2 (1:1)

Aufstellung: Liesegang – Fedl, Modica, Gans – Mißner, Papela (77. Rekdal), Fürstner, Roesch – Nebel (90+2. Stich), Brandstetter, Hermes

Tore: 1:0 Volz (4.), 1:1 Fedl (43.), 1:2 Brandstetter (76.)

Besondere Vorkommnisse: Jordan Brown mit gelb-roter Karte (58.)

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