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Engagement 31.08.2026 - 16:20 Uhr

Auf den Spuren von Eugen Salomon

Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz mit anschließendem Reflexionstag in der MEWA ARENA

Für die Schülerinnen standen unter anderem Führungen durch die KZ Gedenkstätte Auschwitz und Auschwitz-Birkenau auf dem Programm.

Ausgangspunkt der fünftägigen Gedenkstättenfahrt war das von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) geförderte Projekt "Gemeinsam an Eugen Salomon erinnern“, das der IB Südwest gGmbH von 2024 bis 2025 gemeinsam mit dem SchUM-Verein, dem 1. FSV Mainz 05 e. V. und Schülerinnen der Hildegardisschule Bingen umgesetzt hat. Die Jugendlichen erforschten die Lebensgeschichte von Eugen Salomon und entwickelten einen dauerhaften Erinnerungsort an der MEWA ARENA in Mainz. Aus diesem Projekt entstand die Idee einer Gedenkstättenfahrt mit weiteren Schülerinnen und Schülern, die schließlich gemeinsam mit dem Otto-Schott-Gymnasium aus Mainz und in Kooperation mit dem SchUM-Städte e. V. Ende Juni realisiert werden konnte. 

Von Mainz nach Oświęcim und Krakau

Neben Führungen durch die KZ Gedenkstätte Auschwitz und Auschwitz-Birkenau sowie zum jüdischen Leben in Krakau, standen ein Besuch der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler sowie vertiefende Workshops auf dem Programm. Dabei setzten sich die Jugendlichen nicht nur mit den historischen Ereignissen auseinander, sondern diskutierten auch aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus und moderne Möglichkeiten der Erinnerungsvermittlung. 

Nach der Rückkehr nach Mainz war klar, dass alle Beteiligten die Erlebnisse und Eindrücke der Reise nachbesprechen wollten. Wie kann Erinnerungsarbeit junge Menschen für die Mechanismen von Hass und Ausgrenzung von Minderheiten und Antisemitismus sensibilisieren und demokratische Werte stärken? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 50 Teilnehmende bei einem abschließenden Reflexionstag zum Thema "Zeugen der Geschichte: Eine Reise zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz“ am 12. August in der MEWA ARENA. Schülerinnen und Schüler der Hildegardisschule Bingen und des Otto Schott-Gymnasiums Mainz luden zu dem Reflexionstag ein und ließen die eindrückliche Fahrt Revue passieren. 

Reflexionstag in der MEWA ARENA

Im Mittelpunkt standen zunächst die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler. In persönlichen Beiträgen schilderten sie ihre Eindrücke und machten deutlich, wie nachhaltig die Begegnung mit den historischen Orten und der Geschichte der Shoah sie bewegt hat. Im Anschluss sprachen die Beauftragte des Ministerpräsidenten für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, Monika Fuhr, der Rabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Mainz-Rheinhessen K.d.ö.R., Aharon Ran Vernikovsky, sowie ein Vertreter der Initiative Meet a Jew, Ilan H. Hieronimi, in einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit den Teilnehmenden über die Bedeutung von Gedenkstättenfahrten. 

Für die verschiedenen Projektbeteiligten steht fest, dass das nur der Auftakt für weitere gemeinsame Aktion war. Ziel ist es, die Gedenkstättenfahrt künftig als festen Bestandteil der historisch-politischen Bildungsarbeit zu etablieren und auch künftig möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an einer solchen Bildungsreise zu ermöglichen. 

Die Gedenkstättenfahrt und der anschließende Reflexionstag wurden durch Mainz 05 hilft e. V., das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks (IBB) gGmbH, die Bethe-Stiftung, das Bundesprogramm „Jugend erinnert“ sowie das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Dank gilt weiterhin der AG Soziales der Fanabteilung des 1. FSV Mainz 05, die eine großzügige Summe aus einer Becherpfand-Aktion im Stadion beigesteuert haben sowie dem 05ER Premiumpartner B&B HOTELS Central and Northern Europe für die vergünstigte Unterbringung und Verpflegung im B&B-Hotel Tychy, Polen.