Verein 16.08.2019 — 17:10 Uhr

Äußerungen der Ultraszene "ein erster Schritt"

Verein nimmt Statement der Ultraszene positiv zur Kenntnis - Hofmann: "Nur der erste Schritt"

Der 1. FSV Mainz 05 nimmt das am Freitag von der Ultraszene Mainz veröffentlichte Statement, in dem diese für die Vorkommnisse im Gästeblock beim Pokalspiel in Kaiserslautern um Verzeihung bittet, positiv zur Kenntnis. "Das ist ein wichtiger Schritt in der Aufarbeitung ihres Fehlverhaltens. Es kann aber auch nur der erste Schritt gewesen sein, den die Ultraszene auf den Verein und die Gesamtheit der Fans von Mainz 05 zugegangen ist, weitere müssen folgen", sagt Stefan Hofmann, Vereins- und Vorstandsvorsitzender.

Der Verein werde sich dem Angebot eines Dialogs nicht verschließen, gleichzeitig aber seinen konsequenten Weg bei der Unterstützung der Suche nach den Tätern weiterverfolgen. Mainz 05 befindet sich seit Montag in täglichem Austausch mit den Sicherheitskräften. Die Sichtung des vorhandenen Videomaterials durch die Polizei laufe, das Vorgehen sei aber vergleichbar mit Detektivarbeit. "Wir rechnen erst in einigen Wochen mit einer Auswertung des Materials", sagt Hofmann. "Mainz 05 selbst kann nicht ermitteln, wir werden aber den uns möglichen Beitrag bei der Suche leisten."

Rekordstrafe erwartet

Aufgrund des Abbrennens von Pyrotechnik im Gästeblock erwartet Mainz 05 eine Rekordstrafe durch den DFB. In der Schlussphase des Pokalspiels im Fritz-Walter-Stadion war aus dem Gästeblock brennende Pyrotechnik aufs Spielfeld geworfen worden.

Die Ultraszene Mainz veröffentlichte am Freitag auf ihrer Website q-block.de ein Statement zu diesen Vorkommnissen und übernahm darin Verantwortung für die Übergriffe. In diesem Statement schreibt die Ultraszene, sie habe beim Pokalspiel " … selbst auferlegte Werte und Prinzipien verletzt …" und sei somit ihrer " … Verantwortung gegenüber der gesamten Fanszene nicht gerecht geworden …". Die Ultraszene weiter: "Das vorrangige Ziel kann es nur sein, uns das Vertrauen der 05-Familie wieder zu erarbeiten. Wir stehen daher für alle Art von Gesprächen offen und bitten alle Nullfünfer aufrichtig um Entschuldigung."

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