Profis 11.11.2021 — 10:00 Uhr

Aarón: "Einfach nur glücklich, wie gut es läuft!“

Der Außenverteidiger über seine Rückkehr nach Mainz, eine schwere Phase seiner Karriere & seine Ziele mit dem FSV

Standardexperten unter sich: Aarón und Paul Nebel im Duell mit Leipzig am ersten Spieltag.

Etwas mehr als zehn Monate ist es erst her, dass Aarón Martín leihweise vom 1. FSV Mainz 05 zum spanischen Erstligisten Celta Vigo wechselte – "das war keine leichte Phase", wie der Außenverteidiger reflektiert. Heute, über vier Monate nach seiner Rückkehr an den Rhein, ist seine Situation aber eine völlig andere. Statt zurückzublicken, ist der Spanier "voll fokussiert auf das Hier und Jetzt! Ich bin einfach nur glücklich darüber, wie gut es derzeit läuft."

Neun Pflichtspieleinsätze kann der 24-Jährige in der laufenden Saison bereits vorweisen – und damit schon vier mehr als noch zur Winterpause der vergangenen Spielzeit. Eine Entwicklung, die sogar seinen Trainer Bo Svensson überrascht:

Ich sehe jetzt, dass unsere Art Fußball zu spielen, ihm unter die Haut geht

"Es ist kein Geheimnis, dass ich auch nicht gedacht habe, dass Aarón eine feste Größe bei uns wird. Er war sich nicht sicher, ob er bleiben möchte. Wir waren uns nicht sicher, ob er der richtige Spieler für uns ist. Wir hatten aber mehrere Gespräche und er hat das alles super angenommen. Aarón hat immer weitergemacht und als er gefragt war, hat er dann geliefert. Wir sehen jetzt, dass unsere Art Fußball zu spielen, ihm unter die Haut geht. Er hat noch viel Potenzial und bleibt dran", so der Cheftrainer.

Wir verfügen über Qualität und ziehen alle an einem Strang

Aarón selbst ist über seine derzeitige Rolle weniger überrascht, vielmehr kennt er die Gründe für seine Form: "Ich trainiere gut, bin fleißig und arbeite viel. Ich will es dem Trainer bei seiner Entscheidung für jede Position schwerstmöglich machen. Nichtsdestotrotz bin ich auch selbstkritisch und weiß, dass ich weiterhin arbeiten muss, um das zu bestätigen und um weitere Fortschritte zu machen." Eine Maxime, die er nicht nur sich, sondern dem kompletten Team verschreibt. Ansonsten hat der Linksfuß für seine Mannschaft aber jede Menge Lob übrig: "Wir verfügen über Qualität und ziehen alle an einem Strang. Wir haben die Gier und die Lust, jeden Tag zu arbeiten und treten selbstbewusst auf. Mental sind wir ebenso stark."

Letzteres sei insbesondere zu einer seiner Stärken geworden, schätzt Aarón sich selbst ein. Dazu beigetragen habe das vergangene Jahr, das es zu verarbeiten galt: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine schlechte Phase durchaus mal vorkommen kann und man da das Gute herausziehen muss. Ich kann zudem nun besser einordnen, wenn es nicht so läuft. Diese mentale Reife hilft mir auf dem Platz ungemein." Gut getan habe außerdem die Spielpraxis von 20 Liga-Einsätzen, die der 24-Jährige in der zweiten Saisonhälfte 2020/21 für Celta Vigo sammeln konnte.

Selbstvertrauen & Rückenwind

Mit diesem Rückenwind, aber auch mit der Vorfreude, die Mainzer Teamkollegen sowie Freunde wiederzusehen, kehrte der ehemalige spanische U21-Nationalspieler im Sommer an den Rhein zurück, wie er betont. Dass er nun dem Team auf dem Platz helfen kann, stimmt ihn umso glücklicher, steht allerdings auch ganz im Einklang mit seinen Zielen: "Ich möchte gerne eine wichtige Rolle spielen. Ich schieße bereits viele Standards und will mehr Tore vorbereiten."

Ebenso selbstbewusst will der 24-Jährige die weitere Saison mit dem FSV angehen. Mit Blick auf zuletzt vier Partien ohne Niederlage, den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale sowie Rang sieben in der Bundesliga schaut er voraus: "Wenn wir so weitermachen, kämpfen und in jedem Spiel 90 Minuten alles geben, dann werden die Resultate, wie zuletzt auch, weiter stimmen."

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