Profis 14.08.2022 — 17:30 Uhr

Punkteteilung gegen Union

05ER sind dem Führungstreffer näher, verpassen in der Schlussphase aber das Tor des Tages.

Erwies sich nach seiner Einwechslung als belebendes Element: 05-Eigengewächs Marlon Mustapha.

Mit einem torlosen Remis ist der 1. FSV Mainz 05 am Sonntagnachmittag vor heimischem Publikum in die Saison 2022/23 gestartet. Gegen Union Berlin hatten gut 25.000 Zuschauer einen äußerst durchwachsenen ersten Durchgang erlebt, bevor beide Teams nach dem Seitenwechsel einen Gang höher schalteten. Wenngleich der FSV dem Siegtreffer näher schien, war die Punkteteilung bei Temperaturen jenseits der 30 Grad auf dem Rasen der Mainzer Heimspielstätte unter dem Strich verdient.

Gegenüber dem Auftaktsieg in Bochum hatte Bo Svensson zwei Veränderungen vorgenommen und den wiedergenesenen Kapitän Silvan Widmer und Marcus Ingvartsen für Edimilson Fernandes sowie Angelo Fulgini in die Startelf beordert.

Vor dem Spiel

Wenig los vor der Pause

Die Geschichte des ersten Durchgangs im ersten Heimspiel der neuen Saison, das bei hochsommerlichen Temperaturen stattfand, ließ sich schnell erzählen: Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend, ließen keine Tiefenläufe zu, so dass in einem recht statischen Spiel kaum Torgefahr aufkommen wollte. Einen Hauch davon strahlte Widmers Kopfball nach einer Ecke von Anton Stach (13.) aus, der das Gehäuse verfehlte. Eine Minute später musste sich Union-Keeper Frederik Rönnow mächtig strecken, nachdem Jae-sung Lee eine Flanke aus dem Halbfeld missglückt war, die sich gefährlich Richtung Tor senkte (14.). Die Gäste kamen ihrerseits nach einer knappen halben Stunde zu zwei Halbchancen, doch so wirklich gefährlich wurde weder der Kopfball von Niko Gießelmann nach 28 Minuten noch der Versuch von Theoson -Jordan Siebatcheu rund 60 Sekunden später (29.). Das torlose Remis zur Pause war somit folgerichtig und leistungsgerecht.

Die Bilder des Spiels

Mehr Torgefahr nach dem Seitenwechsel

Deutlich lebhafter präsentierten sich beide Teams dann nach Wiederbeginn, der mit unveränderter personeller Besetzung beginnen sollte. Während zunächst die Berliner zwei Mal an einem Treffer schnupperten, als kurz nacheinander die beiden Außenverteidiger Niko Gießelmann (51., aufs Tornetz) und Julian Ryerson (53., knapp am rechten Pfosten vorbei) einen Treffer verpassten, waren es auf 05-Seite Karim Onisiwo und Anton Stach, die aus aussichtsreicher Position zum Abschluss kamen. Der Österreicher scheiterte zunächst per Hinterkopf an Rönnow (54.), Stach zielte vier Minuten später nach Widmer-Ablage zu zentral, bevor erneut Onisiwo mit einem 30-Meter-Kracher gegen den Torhüter den Kürzeren zog (beides 58.). Nach einer guten Stunde reagierte Svensson schließlich erstmals und schickte Leo Barreio und Angelo Fulgini für Stach und Lee ins Rennen (65.). Und der französische Neuzugang hatte in seinem ersten Joker-Einsatz auch gleich die Gelegenheit, zu stechen: Nach einem feinen Ball in die Tiefe von Stefan Bell (in seinem 251- Pflichtspiel für den FSV) tauchte der Mittelfeldmann frei vor Rönnow auf, erwischte das Leder allerdings nicht richtig (69.). 

Mit Beginn der Schlussphase ersetzte dann Eigengewächs Marlon Mustapha Ingvartsen und fügte sich in seinem ersten Pflichtspiel in der MEWA ARENA sofort glänzend ein: Zunächst wurde ein Schuss des Angreifers geblockt (76.), vier Minuten später verpasste der Österreicher die Führung dann nach einem Solo nur knapp, als er den Ball am rechten Pfosten vorbeispitzelte (80.). Und der FSV sollte weiter dran bleiben und bis zum Schluss auf den Treffer des Tages drängen: Nachdem Fulgini eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit noch geblockt werden konnte, landete das Leder über Barreiro beim ebenfalls eingewechselten Delano Burgzorg, dessen Abschluss Robin Knoche jedoch zur Ecke abfälschte. Es war die letzte Chance der Partie, wenig später war Schluss in der MEWA ARENA. Nach zwei Begegnungen haben die 05ER nun vier Zähler eingesammelt und sind am kommenden Wochenende (Samstag 15.30 Uhr) beim FC Augsburg gefordert.

Mainz 05 - Union Berlin 0:0

Mainz 05: Zentner – Widmer, Bell, Hack, Leitsch, Aarón – Kohr, Stach (65. Barreiro), Lee (65. Fulgini) – Ingvartsen (75. Mustapha), Onisiwo (85. Burgzorg)

Union: Rönnow - Ryerson (82. Trimmel), Jaeckel, Knoche, Diogo Leite, Gießelmann - Khedira, Haberer (62. Schäfer), Haraguchi (70. Thorsby) - Becker (82. Michel), Siebatcheu (70. Behrens)

Zuschauer: 25.009

Schiedsrichter: Daniel Schlager

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