Vorberichte 12.01.2026 - 15:40 Uhr
"Allzu viel Zeit dürfen wir uns nicht lassen"
05ER empfangen am Dienstagabend den 1. FC Heidenheim

Ungeschlagen, aber gleichzeitig auch sieglos ist der 1. FSV Mainz 05 unter dem neuen Cheftrainer Urs Fischer seit dessen Amtsantritt im Dezember. Das soll sich nach den Remis gegen Bayern München, St. Pauli und Union Berlin endlich ändern inmitten der Englischen Woche, in der am Dienstagabend (20.30 Uhr, live auf SKY & 05ER.fm) der 1. FC Heidenheim in der MEWA ARENA erwartet wird. Ein richtungsweisendes Duell im Tabellenkeller, in dem der FSV Heimsieg Nummer ein einfahren und erstmals seit dem vergangenen Februar wieder drei Bundesliga-Zähler vor heimischer Kulisse bejubeln möchte. "Wir haben in den letzten Spielen Stabilität gefunden und solide auf dem Platz gestanden. Daran kann man sich festhalten, das ist aber auch eine Voraussetzung. Den Druck ganz nehmen kann ich niemandem", schilderte Fischer am Tag vor der Begegnung im Rahmen der Pressekonferenz, in der er zudem eine Erkrankung Nelly Weipers bekanntgab, der somit nicht wird mitwirken können. Dennoch ist der Schweizer optimistisch vor dem zu erwartenden "Kampfspiel", schließlich hätten nach dem Remis bei Union Berlin die positiven Erkenntnisse überwogen.
Der 05-Cheftrainer sprach auf der Pressekonferenz außerdem über...
...die Sehnsucht nach Erfolgserlebnissen: "Wenn man 2:0 führt, ist es wichtig, das Selbstverständnis im Kopf zu haben, das Spiel über die Zeit zu bringen. Daran können wir sicher arbeiten. Denn ich hoffe, in solche Ausgangslagen kommen wir künftig noch häufiger. Letztendlich braucht es Erfolgserlebnisse, dass das wieder normal wird - das bekommt man nicht geschenkt. Die Mannschaft hat viel gut gemacht in Berlin, stand stabil und solidarisch. Auch, wie wir die Tore erzielt haben, war toll herausgespielt auf einem schwierigen Platz. Die Mannschaft hat sich zugetraut, Fußball zu spielen. Es gilt dranzubleiben, die nächsten Schritte müssen folgen."
...der Ärger über die verspielte Führung: "Wir waren genervt nach dem Spiel, denn wir hätten gerne gewonnen. Ganz zufrieden darf man nicht sein. Mit Distanz betrachtet, überwiegen die positiven Erkenntnisse."
...die Bedeutung der kommenden Aufgaben: "Finalcharakter hatte schon das Spiel gegen Union, morgen geht es weiter. Dann ist die Hinrunde durch und es folgen weitere 17 Finalspiele. Auch morgen wird nichts entschieden, es wird ein Marathon, kein Sprint. Allzu viel Zeit dürfen wir uns aber nicht lassen, um mit dem Gewinnen anzufangen."
...die Begegnung mit Tabellennachbar Heidenheim: "Es ist schwer zu sagen, auf was für ein Spiel wir uns morgen einstellen müssen. Ich denke, es wird ein ausgeglichenes Spiel zweier kompakter Teams. Kleinigkeiten, wie beispielsweise Standards, können da entscheidend sein. Auch wir haben in dem Bereich Qualität. Es wird ein Kampfspiel, in dieser Jahreszeit ist es nicht immer leicht, Fußball zu spielen. Am Ende wird nicht wichtig sein, wie wir die Punkte holen, sondern, dass wir sie holen."
...die Spielweise des Gegners: "Es ist eine Mannschaft mit einem tollen Charakter. Die hören erst auf, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Sie haben sechs Tore in den letzten 15 Minuten geschossen. Sie sind flexibel in ihrem System und ihrer Herangehensweise, sind kompakt und wollen über außen gefährlich werden."
...Erkenntnisse der ersten Wochen im Amt: "Wir haben in den letzten Spielen Stabilität gefunden und solide auf dem Platz gestanden. Daran kann man sich festhalten, das ist aber auch eine Voraussetzung. Den Druck ganz nehmen kann ich niemandem. Es wird auch morgen ein enges, kampfbetontes Spiel. Über die 90 Minuten müssen wir alles versucht haben, mehr ist nicht möglich."
...das Personal: "Es dürfte in etwa so aussehen wie am Wochenende. Silas hat mit der Mannschaft trainiert, das Spiel morgen kommt aber noch zu früh. Weiper ist außerdem krank und fällt aus."



