Vorberichte 08.01.2026 - 15:15 Uhr
05ER starten Jahr in Berlin: "Den nächsten Schritt machen"
Am Samstag ist der FSV beim 1. FC Union Berlin zu Gast

Der Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga im Jahr 2026 geht für die 05ER am Samstag (15:30 Uhr, live auf SKY und 05ER.fm) in Berlin weiter. Genauer gesagt, im Stadion "An der alten Försterei", beim 1. FC Union mit lautstarker Unterstützung im Rücken. Alle 2.400 Tickets für den Gästeblock sind bereits vergriffen. Fünfeinhalb Jahre lang hatte der Mainzer Cheftrainer Urs Fischer bei Union das Sagen, führte den Klub aus der zweiten Liga bis in das internationale Geschäft. Für den Schweizer ist es eine besondere Situation. Die aufkommende Nostalgie blendet er aber vollkommen aus. "Ich fokussiere mich komplett auf meine Aufgabe. Es geht um Fußball, nicht, wie lange ich Trainer von Union Berlin war. Das muss ich hinbekommen", sagte er auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Die von Steffen Baumgart trainierten Unioner stehen nach 15 Spieltagen auf dem achten Tabellenplatz und haben mit 21 Punkten bereits 13 Zähler mehr geholt als der FSV. Außer Frage steht, dass die 05ER als Tabellenletzter im ersten Spiel des Jahres ihr Punktekonto weiter aufstocken wollen. Seit dem Trainingsstart am 02. Januar hat das Team laut Fischer "eine kurze, aber intensive Zeit" hinter sich. "Da hat die Mannschaft gut mitgezogen. Jetzt hoffe ich, dass wir den nächsten Schritt am Samstagnachmittag in Berlin machen." Ein Kandidat für die Startaufstellung ist Neuzugang Philipp Tietz, der sich schnell integriert hat. Der zweite Neue in der Offensive, Silas, fehlt dagegen noch krankheitsbedingt, ebenso wie weitere potenzielle Stammspieler.
Urs Fischer äußerte sich auf der PK über...
...die personelle Situation: "Der Einsatz von Andreas Hanche-Olsen ist noch fraglich. Er wird untersucht, zum jetzigen Zeitpunkt kann ich dazu noch nicht mehr sagen. Robin Zentner und Phillipp Mwene befinden sich weiterhin im Aufbautraining und sind auf dem Weg zurück. Sie machen Fortschritte, ebenso wie Maxim Leitsch. Silas ist noch krank, Anthony Caci befindet sich weiterhin in der Reha."
...den aktuellen Leistungsstand nach einer Trainingswoche: "Die bisherigen Eindrücke sind gut. Wir haben eine kurze, aber intensive Zeit hinter uns. Wir wollten in den Basics und in unseren Prinzipien einen Schritt nach vorne machen. Da hat die Mannschaft gut mitgezogen. Jetzt hoffe ich, dass wir den nächsten Schritt am Samstagnachmittag in Berlin machen."
...den Gegner Union Berlin: "Sie sind eine Mannschaft mit klarer Struktur, die organisiert auftritt und solidarisch wirkt. Sie stehen kompakt und sehr solide auf dem Platz. Das Umschaltspiel ist Teil ihrer DNA, dafür haben sie Spieler mit Geschwindigkeit. Gerade nach Balleroberungen in der Defensive und im Mittelfeld geht es dann wirklich schnell hinter die Ketten in das letzte Drittel. Sie spielen zahlreiche lange Bälle in die Halbräume. Vierzig Prozent ihrer erzielten Tore fielen durch Standards. Das gilt es im Auge zu behalten, damit wir nicht so viele Freistöße und Eckbälle gegen uns zulassen."
...die ersten Eindrücke von Neuzugang Phillip Tietz: "Sehr gut! Er hat sich wirklich schnell integriert, trägt seinen Teil dazu bei, indem er kommunikativ und zugänglich ist. Auf dem Platz sieht es gut aus. Er findet sich in unseren Prinzipien zurecht und ist ein Kandidat für die Startaufstellung."
...die aktuelle Kaderbesetzung: "Fußball ist kein Wunschkonzert. Ich glaube, Schnellschüsse helfen nicht. Man muss wohlüberlegt vorgehen. Wir sind froh, dass mit Tietz und Silas zwei Jungs den Weg nach Mainz gefunden haben. Schade ist, dass Silas jetzt krankheitshalber ausfällt. Wir freuen uns, dass er da ist und hoffen, dass er schnellstmöglich im Training angreifen kann."
...den Spielertyp Silas: "Er hat eine Wahnsinnsgeschwindigkeit und nimmt gerne den direkten Weg zum Tor. Er mag es auch, die 1:1-Duelle anzunehmen und provoziert sie. Wenn er den Raum hat, ist es schwierig, ihn zu verteidigen. Er weiß, wo das Tor steht, hat aber auch einen Blick für die Mitspieler. Wir haben mit ihm eine weitere Variante im Kader. Darüber bin ich froh."
...seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte und ob seine Erfahrungen als Union-Trainer hilfreich sind: "Es wäre schön, wenn das so wäre, ich würde gerne die drei Punkte mit nach Mainz nehmen. Ich glaube, die Nostalgie muss ich ein bisschen ausblenden. Ich komme natürlich an einen Ort, an dem ich fünfeinhalb Jahre lang tätig war. Logisch, dass mich das berührt. Für die 90 oder 95 Minuten gelten aber rein sportliche Aspekte. Ich fokussiere mich komplett auf meine Aufgabe. Es geht um Fußball, nicht, wie lange ich Trainer von Union Berlin war. Das muss ich hinbekommen."
...die Wetterlage in Deutschland: "Wir bereiten uns ganz normal vor auf das Spiel, haben das aber natürlich mitbekommen. Wir können das nicht beeinflussen. Was wir beeinflussen können, ist unsere Vorbereitung."


