Fußball Frauen 01.11.2026 - 18:00 Uhr
05-Frauen scheiden nach großem Kampf aus dem DFB-Pokal aus
Der FSV machte Werder Bremen lange das Leben schwer und schaffte es trotz Unterzahl in die Verlängerung, am Ende leitete ein Gegentor nach einer kontroversen Entscheidung das Pokal-Aus der Mainzerinnen ein

In einem kampfbetonten und über weite Strecken chancenarmen Spiel unterlagen die Mainzer Frauen nach Verlängerung im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den SV Werder Bremen mit 0:2 (0:0, 0:0). Nachdem die regulären 90 Minuten von wenigen Highlights geprägt waren, gerieten die Mainzerinnen in der 67. Spielminute durch eine Gelb-Rote Karte für Vital Kats in Unterzahl. Davon war in den folgenden Minuten allerdings nicht zu spüren und es kam zur Verlängerung, in der eine fragwürdige Entscheidung der Schiedsrichterin den Weg zum Gegentor durch Sarah Gutmann ebnete (101.). Trotz des Rückschlags steckten die Mainzerinnen nicht auf und setzten weiterhin alles daran, ein Tor zu erzielen, doch nach einer Ecke war es erneut Gutmann, die zum 2:0 aus Sicht der Gäste einschob (116.) und damit den Endstand herstellte.
"Wir hatten heute gute Phasen, in denen man gemerkt hat, dass wir durchaus mithalten konnten. Zwar hat man gemerkt, dass wir gegen eine erfahrene Erstliga-Mannschaft gespielt haben, trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass wir in sämtlichen Aktionen unterlegen waren. Nach Ballgewinnen hatten wir immer wieder Optionen, nach vorne zu kommen. Obwohl wir im Laufe der zweiten Halbzeit in Unterzahl geraten sind, hatte ich den Eindruck, dass wir anschließend besser gespielt haben als vor dem Seitenwechsel und sehr geduldig verteidigt haben. Die Entscheidung, die vor dem 0:1 von der Schiedsrichterin getroffen wurde, kann ich nicht nachvollziehen, aber wir können es leider nicht mehr ändern. Wir müssen damit leben und weitermachen", so Cheftrainer Takashi Yamashita nach dem Abpfiff über die Partie.
Chancenarme erste Halbzeit
Im Vergleich zum Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim veränderte der Mainzer Cheftrainer seine Startelf auf drei Positionen: Statt Marina Georgieva, Gentiana Fetaj und Leonie Stöhr standen Suguri Hashitani, Paula Flach und Chiara Bouziane von Beginn an auf dem Platz. In den Anfangsminuten gelangen den Bremerinnen direkt mehrere gefährliche Spielzüge in der Offensive, die der FSV bisweilen jedoch gut verteidigen konnte. Trotzdem nahm der Druck des SVW immer weiter zu und die Mainzerinnen schafften es selten, das Spielgeschehen in die Hälfte der Gäste zu verlagern.
Richtig gefährlich wurde es erstmals durch einen Bremer Konter, bei dem Luna Vanzeir nahezu alleine auf das Tor zulief - Hashitani war allerdings gerade noch rechtzeitig zur Stelle und konnte den Schuss innerhalb des Strafraums blocken (13.). Daraufhin wurden auch die Rheinhessinnen mutiger und kombinierten sich häufiger in Richtung des gegnerischen Tors, eine hochkarätige Torchance sprang dabei allerdings noch nicht heraus. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit flachte die Partie ein wenig ab und das Spielgeschehen fand vermehrt zwischen den beiden Strafräumen statt. Bremen hatte nach wie vor die Spielkontrolle inne, übte jedoch weniger Druck auf die Mainzer Defensive im Vergleich zur Anfangsphase aus. Somit ging es mit einem torlosen Remis zunächst in die Halbzeitpause.
Bremen mit mehr Druck, aber ohne Tore
Der SVW startete mit ähnlich druckvoller Spielweise in die zweite Halbzeit, wie er auch die erste Hälfte begonnen hatte. Der FSV verteidigte die Angriffe nach Kräften und sorgte mit gelegentlichen Befreiungsschlägen und daraus resultierenden Umschaltsituationen für Entlastung. Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch wieder das bekannte Bild: Der Bremer Druck wurde nach und nach geringer und keine der beiden Mannschaften entfachte Gefahr im letzten Drittel des Gegners. In der 67. Spielminute stellte eine Szene das Mainzer Spiel jedoch auf den Kopf. Vital Kats erhielt eine zweite Gelbe Karte und musste daraufhin das Spielfeld verlassen - fortan agierte der FSV demnach in Unterzahl. Unmittelbar im Anschluss wechselten die Rot-Weißen doppelt: Flach und Bouziane verließen das Feld, für sie kamen Mattson Strickler und Stöhr in die Partie (69.).
Auch mit einer Spielerin weniger auf dem Platz erspielte sich der FSV die nächste vielversprechende Gelegenheit: Stöhr setzte sich auf den rechten Außenbahn durch und zielte mit ihrem Schuss Richtung kurze Ecke, Bremens Vanessa Fischer war allerdings gerade noch rechtzeitig zur Stelle und parierte den Versuch (80.). Wenig später wechselte der FSV ein drittes Mal: Lara Martin kam für Maja Pageler in die Partie (83.). Die Mainzerinnen verteidigten nun tief und ließen in den letzten Minuten der regulären Spielzeit kaum Möglichkeiten für den SVW zu, zum Schuss zu kommen. Einmal gelang dies zwar nicht und eine Bremerin versuchte es aus der Distanz, Marisa Schön parierte den Schuss allerdings stark (90.+1). Kurz darauf folgte der vierte Wechsel aufseiten des FSV: Akari Kurishima verließ für Emma Junold den Platz (90.+3). Wenig später pfiff die Unparteiische ab und es ging in die Verlängerung.
Gegentor nach fragwürdiger Entscheidung
In der Verlängerung setzte sich ein ähnlicher Spielverlauf wie in der regulären Spielzeit fort. Den Mainzerinnen war allerdings nicht anzumerken, dass sie in Unterzahl auf dem Platz standen und boten dem SVW weiterhin die Stirn. Dann fiel allerdings das erste Tor der Partie: Zunächst musste Emma Junold den Platz nach einem Foul an ihr das Feld zwischenzeitlich verlassen, obwohl es keine Behandlungspause gab. Daraufhin, mit zwischenzeitlich nur neun Mainzer Spielerinnen auf dem Platz, kam Bremen vor der Strafraumkante an den Ball. Sarah Gutmann zog ab und traf zum 1:0 für den SVW (101.). Wenig später endete die erste Halbzeit der Verlängerung, vor der letzten Viertelstunde brachte der FSV Gentiana Fetaj für Kara Bathmann ins Spiel (106.).
In der zweiten Halbzeit der Verlängerung gaben sich die Mainzerinnen nicht auf, versuchten nach wie vor alles, um das Spiel weiterhin offen zu gestalten und den Ausgleich zu erzielen. Trotzdem schaffte es der Klub von der Weser, nachzulegen: Im Anschluss an eine Ecke kam erneut Gutmann an den Ball und traf zum 2:0 für den SVW (116.). Dabei sollte es bleiben: Bremen setzte sich demnach in der Verlängerung gegen die Mainzer Frauen durch, die aus dem DFB-Pokal ausschieden.
Mainz 05 - Werder bremen 0:2 (0:0, 0:0)
M05: Schön – Bathmann (106. Fetaj), Pageler (83. Martin), Berg, Flach (69. Stöhr), Imai, Kurishima (90.+3 Junold), Hashitani, Bouziane (69. Strickler), Kats, Anstatt
Tore: 0:1 & 0:2 Gutmann (101., 116.)
Schiedsrichter: Selina Menzel (Sabrina Sickl, Annette Raith, Nadine Westerhoff)
Zuschauer: 1.300































