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Verein 07.01.2026 - 16:30 Uhr

"Die Ruhe zu bewahren ist das Wichtigste"

Vor dem Heimspiel gegen St. Pauli wurden zahlreiche Jubilare im Ordnungsdienst geehrt - Thomas Bauer ist bereits seit 35 Jahren dabei

Bauer (8. von rechts) mit seinen Kollegen aus dem Ordnungsdienst im Rahmen der Ehrung.

Als einen "ganz normalen Arbeitstag" bezeichnet Thomas Bauer, Leiter Ordnungsdienst bei Mainz 05, den letzten Spieltag des Jahres 2025 in der MEWA ARENA. Eine Kleinigkeit verlief dann allerdings doch anders als gewohnt - vor der Partie wurden er sowie 17 weitere Ordnerinnen und Ordner für ihr Jubiläum beim FSV ausgezeichnet. Stefan Hofmann, Vereins- und Vorstandsvorsitzender des FSV, gratulierte zu zehn, 15 und 20 Jahren Tätigkeit im Ordnungsdienst, während Bauer sogar für ganze 35 Jahre geehrt wurde. Obwohl der Tag für ihn vorrangig von den gewohnten Abläufen und Routinen geprägt gewesen sei, habe er sich sehr über die Wertschätzung gefreut. "Die Ehrung hat mich schon überrascht, Christian Heidel war ebenfalls dabei. Das war eine schöne Sache", so Bauer. 

Von der Bundeswehr zum FSV

In über drei Jahrzehnten bei Mainz 05 hat der heutige Leiter des Ordnungsdienstes bewegte Zeiten erlebt: Von mehreren Auf- und Abstiegen über den Umzug vom Bruchwegstadion in die MEWA ARENA bis hin zu Spielen in europäischen Wettbewerben war nahezu alles dabei. Dass Thomas Bauer im Mai 1990 überhaupt Teil der 05ER wurde, sei purer Zufall gewesen, erzählt er: "Ich war damals in der Mainzer Kaserne bei der Bundeswehr tätig und dort wurde gefragt, ob jemand von uns Interesse hätte, im Ordnungsdienst bei Mainz 05 mitzuwirken. Dafür habe ich mich gemeldet und bin bis heute dabei geblieben", resümiert er seinen Einstieg beim FSV.

In der Ruhe liegt die Kraft

Die Aufgabenfelder im Ordnungsdienst haben sich in den letzten Jahren stetig verändert - nicht nur durch den neuen Arbeitsplatz in der MEWA ARENA, in welche die 05-Profis zur Saison 2011/12 umgezogen sind. Seit Beginn seiner Tätigkeit für Mainz 05 ist es Teil von Bauers Job, die Spiele des FSV sicher über die Bühne zu bringen: "Ich habe damals als ganz normaler Ordner im Bruchwegstadion angefangen und war danach als Gruppen- sowie Bereichsleiter im Einsatz. Später habe ich dann, gemeinsam mit Marcus Kopp, die Leitung des Ordnungsdienstes übernommen." An seinem Beruf schätzt Bauer vor allem die Vielseitigkeit und das Umfeld: "Wir haben in den vergangenen Jahren ein gutes Team an Mitarbeitern aufgebaut, das hat viel Freude gemacht. Abgesehen davon ist der Kontakt zu den Fans ebenfalls eine schöne Sache."

Ein spezielles Ereignis oder bestimmte Geschichten, die in Erinnerung geblieben sind, kann Thomas Bauer gar nicht hervorheben - so viel sei in den dreieinhalb Jahrzehnten passiert. "Der Umzug vom Bruchwegstadion in die MEWA ARENA war aufregend. Ansonsten waren die Spiele in der Europa League natürlich auch etwas ganz Besonderes", so der Leiter Ordnungsdienst über die Großereignisse der letzten Jahre. Zukünftige Kollegen im Ordnungsdienst müssten laut Bauer vor allem eine Charaktereigenschaft mitbringen: "Die Ruhe zu bewahren ist das Wichtigste - insbesondere in Extremsituationen. Außerdem muss man die Dinge immer mit einer gewissen Menschlichkeit angehen, dann macht der Job auch über einen langen Zeitraum hinweg Spaß."

Die Jubilare im Überblick

  • 35 Jahre: Thomas Bauer
  • 20 Jahre: Rafael Böttcher, Joshua Demuth, Andreas Giljan, Simon Stemshorn
  • 15 Jahre: Andreas Eberle, Bernd Hauck, Petra Klein, Ulrich Prästin, Andrea Schneider
  • 10 Jahre: Tanja Hoppe, Ozan Kilic, Nadine Lang, Daniela Malloy, Mathias Poklitar, Jaqueline Schaubruch, Tadeusz Steinbacher, Heiko Theobald