Fußball Frauen 18.09.2026 - 22:10 Uhr
"Ein Moment, der bleibt"
Die Stimmen nach dem Spiel der Frauen gegen Frankfurt

1. FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 2:3 (2:0)
Nadine Kreß (Sportliche Leiterin Frauen- und Mädchenfußball): "Gerade überwiegen Frust und Enttäuschung. Wir liegen mit 2:0 vorne, kommen aus der Halbzeit und dann hat die Eintracht brutalen Druck auf uns ausgeübt. Wir haben es leider nicht geschafft, die Führung über die Runden zu bringen oder zumindest ein Unentschieden zu holen. Das tut weh. Die Atmosphäre war überragend, es hat Spaß gemacht, hier zu spielen. Das macht Lust auf mehr, aber auch Lust auf Punkte. Die Energie, die man hier gespürt hat, macht schon etwas mit dir, das trägt dich."
Kara Bathmann: "Im Moment ist die Enttäuschung da, Stolz wird man vielleicht in zwei, drei Tagen verspüren. Am Ende geht es um Punkte und die haben wir nicht geholt. Das ist das Wichtigste, um nicht abzusteigen. Das ist leider sehr ärgerlich. Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht gut in den Zweikämpfen, jedes Mal einen Schritt zu spät. Dann konnten die Frankfurterinnen ihre Stärken ausspielen und es wurde schwer. In der ersten Hälfte waren wir mutig, haben gepresst und gewinnen fußballerisch auch immer mehr an Stärke dazu. Man sieht eine Steigerung, wir müssen dranbleiben und dann werden wir unsere Punkte sammeln. Die Kulisse war überragend, wir wurden gepusht. Ich hatte Gänsehaut und wusste nach dem Tor gar nicht, was ich machen sollte. Das erlebt man nicht alle Tage, das ist ein überragendes Gefühl."
Johanna Berg: "Man ist auch gefrustet, weil wir sehr nah dran waren, die ersten drei Punkte zu holen. Natürlich ist das ärgerlich, aber wir müssen die positiven Dinge aus dem Spiel mitnehmen und nach vorne schauen. Wir waren mutig in der ersten Halbzeit, haben versucht, mitzuspielen und den Ball und Frankfurt laufen zu lassen. Heute haben wir mal zwei Tore geschossen, das bringt uns auch Hoffnung, weil das auch unser Manko war. In der zweiten Hälfte hat Frankfurt dann einen Gang hochgeschaltet. Es war auch eine Sache der Kräfte, wir waren nicht mehr so spritzig und eng an den Gegenspielerinnen. Nach dem 1:0 war das Stadion komplett da, das ist ein Moment der bleibt. Schade, dass wir uns nicht belohnen und drei Punkte vor den Fans holen konnten. Ich hoffe, dass wir dennoch ein paar Fans dazugewinnen konnten."
Stefan Hofmann (Vereins- und Vorstandsvorsitzender): "Wenn man sieht, wie die Frankfurterinnen gejubelt haben, dann weiß man, dass wir extrem viel richtig gemacht und viel investiert haben. Wenn man nach so einem Abend mit dieser Leistung ohne Punkte da steht, ist das schade. Aber mit einem Tag Abstand wird das Positive überwinden. Es war eine super Bühne, mehr Sichtbarkeit für den Frauenfußball hier bei Mainz 05 können wir nicht haben. Die Atmosphäre war ganz anders als noch vor ein paar Tagen, viel positiver. Das ist Frauenfußball, das ist guter Sport und unser Ziel, viele Menschen dafür zu begeistern, haben wir erreicht. Ich glaube, dass diese Mannschaft in der Lage ist, zu punkten."

