Vorberichte 21.02.2020 — 15:40 Uhr

Beierlorzer: "Das lebt die Mannschaft aktuell"

05ER wollen ihren Teil zur Rosenmontags-Stimmung beitragen und mit kollektiver Stärke, Power und Energie beim VfL Wolfsburg punkten

Der Konkurrenzkampf um Kader- und Startelfplätze am Bruchweg ist derzeit allgegenwärtig.

Weit weg vom Fastnachtstreiben, aber dafür erneut in vierfarbbuntem Fastnachtstrikot, in der Landeshauptstadt wollen die Bundesligafußballer des 1. FSV Mainz 05 am Sonntag (18 Uhr) ihren Teil zu einem besonders stimmungsvollen Rosenmontag beitragen. "Wir haben vorher eine Aufgabe. Es ist für uns wahnsinnig wichtig, jede Chance zu nutzen, um zu punkten", sagte Achim Beierlorzer in der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Anpfiff der Partie beim VfL Wolfsburg. "Wolfsburg ist eine Chane, die vier Punkte, die wir jetzt in zwei Spielen geholt haben, zu vermehren."

Der 05-Trainer weiß natürlich, dass der Auftritt beim Europa-League-Teilnehmer, der am Donnerstagabend in einem zähen Spiel 2:1 gegen Malmö FF gewann, alles andere als ein Selbstläufer wird. "Wolfsburg will gewinnen, wir auch", sagte Beierlorzer. "Danach freue ich mich, mit der Mannschaft auf etwas, was ich in meinem Leben noch nicht erleben durfte." Der gebürtige Franke ist erstmals live beim Mainzer Rosenmontagszug dabei. Die Fahrt auf dem 05-Motivwagen durch die Innenstadt dürfte nach einem Punktgewinn - oder gar mehr - sicherlich ein noch größeres Erlebnis werden.

Dem Gegner alles abverlangen

Der Trainerstab hat sich intensiv vorbereitet auf das Spiel in der Volkswagen Arena, hat das Duell mit den Schweden beobachtet, analysiert und fühlt sich gerüstet für diese Prüfung. "Wir ordnen Wolfsburg da ein, wo sie sich im Moment befinden. Sie sind in Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen. Wir wissen aber auch, dass wir gute Chancen haben und punkten können, wenn wir es gut machen im Kollektiv, unsere Energie und Power einbringen", so der 52-Jährige. Das Ziel ist, dem Gegner nach dessen schwerem Europapokalspiel aufzuzeigen, dass sie nochmal über den Punkt rübergehen müssen, "weil wir ihnen alles abverlangen werden. Mit extrem hoher Präsenz und Power."

Die neue Stabilität, die das Team in den beiden zurückliegenden Spielen an den Tag gelegt hat, soll weiterhin die Basis sein. "Es war schon wichtig. Die meisten Gegentore der Liga zu bekommen, ist nichts, was Mainz 05 möchte. Das heißt aber nicht, dass wir uns nur noch hinten reinstellen und Abwehrpressing spielen. Wir brauchen die Balance. Und natürlich unsere Offensivpower über außen und zentral. Wir gehen schon mit dem Anspruch in die Spiele hinein, sie für uns zu entscheiden. Weil es einfach möglich ist. Wir haben es in Berlin gesehen, wir haben es gegen Schalke gesehen. Wir müssen in Wolfsburg stabil stehen und darüber unsere Chancen nach vorne kreieren. Das ist momentan der beste Weg", erklärte der 05-Coach.

Zug-Teilnahme als Ansporn

"Wir müssen uns vor keinem verstecken", fügte Rouven Schröder hinzu. "Die Mannschaft will den nächsten Schritt machen. Am Sonntag haben wir die Möglichkeit  nachzulegen. Erfolgserlebnisse zeigen, wie es geht. Und nach positiven Spielen geht es jedem besser. Es muss in die Köpfe rein, alles abzurufen dafür." Vor allem die Aussicht, mit einem positiven Resultat zum Rosenmontagszug zu kommen oder der Ausblick auf die nachfolgenden Heimspiele gegen Paderborn und Düsseldorf müsse die Mannschaft zu besonderen Leistungen anspornen. "Die Wolfsburger sind natürlich ein klarer Europa-Kandidat mit ihrem starken Kader. Das heißt, es wird schwer dort, aber es ist machbar", sagte der Sportvorstand.

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Jeremiah St. Juste, den muskuläre Probleme plagen. Für den Innenverteidiger könnte es knapp werden bis Sonntag. "Wenn wir umstellen müssen, stellen wir um und sind dann trotzdem 100 Prozent davon überzeugt, dass diese Mannschaft sich beweisen wird, sagte Beierlorzer. Was ihm momentan im Training so gut gefalle, sei die Art und Weise, wie jeder um seine Position kämpfe. "Alle Spieler zeigen genau die richtige Einstellung. Wir haben der Mannschaft deutlich vermittelt, dass es um uns alle geht, nicht um einzelne. Und dann muss der eine der andere auch mal ein bisschen zurücktreten und sich damit abfinden, dass ein anderer spielt. Er muss auf seine Chance warten und dem Trainer in jeder Einheit zeigen, dass er da ist, wenn er gebraucht wird", erklärte der 05-Coach. "Mainz 05 kommt an erster Stelle. Das lebt die Mannschaft aktuell."

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