Vorberichte 21.01.2022 — 14:30 Uhr

Volles Vertrauen und Respekt vor dem Gegner

Ohne ihren Gelb-gesperrten Cheftrainer Bo Svensson an der Seitenlinie sind die 05ER am Samstag bei der deutlich verbesserten SpVgg Greuther Fürth gefordert

Babak Keyhanfar (re.) wird Bo Svensson in Fürth an der Seitenlinie vertreten.

Das Pokal-Aus beim VfL Bochum hat Bo Svensson mit seinem Team inhaltlich aufgearbeitet und abgehakt. Der Blick des Mainzer Cheftrainers und seiner Mannschaft richtet sich nach vorne, denn die nächste Aufgabe in der Bundesliga steht bevor: Am Samstag (15:30 Uhr, live auf SKY und 05ER.fm) sind die 05ER bei der Spielvereinigung Greuther Fürth gefordert. Beim Tabellenletzten, der zuletzt deutlich aufsteigende Form gezeigt hat, will der FSV nach vier Auswärtsniederlagen in Folge auch auf fremdem Terrain konstanter in seiner Leistung auftreten und möglichst drei Punkte mitnehmen.

Verzichten müssen die FSV-Jungs dabei, zumindest während der 90 Minuten an der Seitenlinie, auf ihren Chefcoach, der sich aufgrund seiner Gelbsperre nicht im Innenraum des Stadions aufhalten darf und von seinem Co-Trainer Babak Keyhanfar vertreten wird. "Babak hat einen guten Draht zu den Jungs und ich glaube, dass sie bereit sind, für ihn morgen durchs Feuer zu gehen“, sagte Svensson auf der Pressekonferenz, in der er sein "volles Vertrauen" in das gesamte Trainerteam ausdrückte, das am Samstag in der Verantwortung stehe.

Svensson (li.) hat volles Vertrauen in sein Trainerteam.

Auswärts auf der Suche nach Konstanz

Aus dieser ist Svensson für 90 Minuten indirekt ausgenommen. Der 05-Cheftrainer darf sich im Fürther Sportpark Ronhof nicht im Innenraum aufhalten und auch nicht aktiv von außen coachen. "Vor dem Spiel und in der Halbzeit kann ich aber mit der Mannschaft zusammen sein", so der Däne, der die weiteren Details im Ablauf erst nach dem Abschlusstraining auf der Fahrt nach Fürth mit seinem Trainerteam klären will. "Ich weiß noch nicht genau, wo ich das Spiel schauen werde, aber ich werde es auf jeden Fall verfolgen." Generell wolle er seinem Co-Trainer auch nicht zu viele Dinge mit auf den Weg geben. "Das ist nicht Babaks erstes Bundesligaspiel, nur das erste als Hauptverantwortlicher an der Linie. Ich habe Vertrauen in ihn. Er wird sich auch seine Gedanken machen und die richtigen Antworten finden", sagte Svensson.

Die richtigen Antworten wollen die 05ER am Samstag auch auf dem Platz finden. Auswärts gelang das in den letzten vier Spielen in der Fremde, in denen der FSV keine Punkte mitnehmen konnte, nicht optimal. "Das waren unterschiedliche Spiele", betonte Svensson. "Insgesamt waren wir auswärts von den Leistungen her nicht konstant genug und das, was uns ausmacht, war nicht oft genug auf dem Platz zu sehen. Es liegt viel an uns, wie das Spiel ausgeht. In ein paar Auswärtsspielen hat man leider gesehen, dass wir nicht an diese Leistungsgrenze gekommen sind."

Sach' emol! Babak Keyhanfar zu Gast bei 05ER.tv

"Wir nehmen den Gegner sehr ernst"

Ihrer Leistungsgrenze möchten die Rheinhessen in Franken wieder näher kommen. Einfach wird das, blendet man die tabellarische Situation als primäre Betrachtungsweise aus, nicht. Zwar stehen die Gastgeber mit nur sieben Punkten abgeschlagen am Tabellenende, doch der Fokus in der Vorbereitung auf den Gegner richtete sich vor allem auf die letzten Wochen. "Uns erwartet kein einfaches Spiel. Von den letzten fünf Partien haben sie nur eine verloren, das war in Dortmund. Ihre drei Heimspiele haben sie allesamt zu Null gespielt", so Svensson, der die Spielvereinigung in einer ganz anderen Verfassung sieht als beim Auswärtsauftritt in der MEWA ARENA am dritten Spieltag der laufenden Saison. Damals gewannen klar überlegene 05ER mit 3:0.

"Sie lassen nicht mehr so viel zu, sind kompakter und haben dennoch ihren spielerischen Ansatz nicht verloren. Ihr Trainer Stefan Leitl hat eine gute Balance zwischen dem Spiel mit und gegen den Ball gefunden", sagte der Mainzer Chefcoach mit Respekt vor der Entwicklung der Fürther. "Wir nehmen den Gegner sehr ernst."

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