Vorberichte 13.09.2018 — 15:00 Uhr

Schwarz: "Brauchen das Außer­gewöhnliche"

05-Trainer erwartet kampfbetontes, intensives Heimspiel am Samstag gegen den FC Augsburg und will den guten Saisonstart mit drei weiteren Punkten ausbauen

Am Wochenende will Alexandru Maxim mit seinen Teamkollegen die Heimniederlage aus der vergangenen Saison vergessen machen.

Der 1. FSV Mainz 05 und der FC Augsburg gehören zum Kreis jener fünf Klubs, die mit vier Zählern aus den ersten beiden Spieltagen einen ordentlichen Start hingelegt haben. "Natürlich ist unser Ziel, auch in diesem Spiel alles rauszufeuern und diese Partie zu gewinnen. Das ist unser Antrieb", sagte Sandro Schwarz in der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Aufeinandertreffen der beiden Teams am Samstag (15.30 Uhr) in der OPEL ARENA. "Wir haben von den zurückliegenden neun Bundesliga-Begegnungen zwei Spiele verloren. Eines davon in Augsburg. Jetzt haben wir einen guten Start hingelegt, haben ein Heimspiel vor der Brust. Wir freuen uns darauf, wollen weiter dran bleiben und drei Punkte hier behalten."

Dass diese Aufgabe allerdings eine extrem intensive Angelegenheit wird, ist dem Trainer klar. Die Augsburger, die dem 2:1-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf ein 1:1 zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach folgen ließen, sind bekanntermaßen ein sehr unbequemer Gegner, der mit viel körperlichem Einsatz, hoher Laufbereitschaft und seiner aggressiven Spielwiese auswärts immer gefährlich werden kann mit seinem Umschaltspiel. Mit dieser Herangehensweise hat der FCA auch in der vergangenen Saison 3:1 in Mainz gewonnen. "Wir gehen davon aus, dass es ein sehr kampfbetontes Spiel wird. Kein Fußball-Schmankerl mit viel Ballbesitz, sondern ganz klar eine intensive Auseinandersetzung in beide Richtungen mit vielen Gegenpressing-Situationen", sagt der 05-Trainer. "Darauf müssen wir uns einlassen, in Sachen Intensität den nächsten Entwicklungsschritt machen, fußballerisch gute Lösungen finden, viel Tempo und viele Tiefensprints auf den Platz bringen."

"Ehrliche Arbeit abliefern"

Mit einer normalen Leistung werde man gegen diesen Gegner nicht bestehen können. "Wir brauchen das Außergewöhnliche und auch wieder das Publikum. Für unsere junge Mannschaft ist es wichtig, dass die Zuschauer den Laden mittragen", betont der 39-Jährige. Die Tatsache, dass trotz des guten Saisonstarts die Karten-Nachfrage im Vorfeld relativ gering ausfiel, der Verein bisher im Vorverkauf erst 18.300 Tickets (hier geht's direkt zum Online-Ticketshop) abgesetzt hat, ist für den Trainer kein Grund zu lamentieren. "Wir hatten das Thema ja auch schon letzte Saison ein paarmal. Was wir machen können, ist ehrliche Arbeit abliefern. Uns nicht damit beschäftigen, wie viele Plätze am Ende frei geblieben sind, sondern alles dafür zu tun, den Zuschauern, die kommen, etwas zu bieten. Die Leute sollen nach Hause gehen und sagen, das war Mainz-05-Fußball, das war eine Mannschaft, die sich komplett verausgabt hat, unabhängig vom Ergebnis", sagt Schwarz. "Das Problem mit sinkenden Zuschauerzahlen hat nicht nur Mainz 05. Unseren Job erledigen, damit das Publikum zufrieden ist, das ist das, was wir machen können."

Personell gibt es nach der zweiwöchigen Länderspielpause noch immer einige Probleme, "aber wir haben wieder eine etwas größere Auswahl als in den ersten Spielen", sagt der Coach. Für Jean-Philippe Gbamin kommt das Heimspiel noch zu früh. Der Mittelfeldspieler trainiert nach seinem Muskelfaserriss noch immer nur individuell. Neuzugang Issah Abass meldete sich am Mittwoch wegen eines Infekts vom Training ab. "Da müssen wir abwarten, wie es nach dem Abschlusstraining aussieht", sagt Schwarz. 

Müller wieder fit

Dafür ist Levin Öztunali wieder im Mannschaftstraining. Der Außenstürmer habe in den vergangenen Tagen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. "Wir haben das Gefühl, wir können ihn 20 Minuten reinschmeißen, aber wir wissen, dass er wochenlang raus war", so der Coach. Torhüter Florian Müller ist nach seinen Sprunggelenksbeschwerden dagegen wieder komplett fit. "Für ihn war es wichtig, eine Woche gehabt zu haben ohne Training, nur mit Behandlung und Physiotherapie. Wir gehen davon aus, dass er spielen wird." Aarón Martín kam leicht angeschlagen von der Länderspielreise zur spanischen U21 zurück, hat aber inzwischen wieder trainiert und soll bis Samstag einsatzfähig sein. Die übrigen Nationalspieler sind alle gesund und tatkräftig zum Bruchweg zurückgekehrt.  

"Auch wenn es ein schwieriges Spiel wird, wir gehen mit großer Zuversicht in diese Partie und fühlen uns bereit, sowohl individuell, als auch als Mannschaft gegen die Augsburger den nächsten Schritt zu machen", blickt der Trainer des FSV optimistisch gen Wochenende.

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