Vorberichte 08.03.2018 — 15:30 Uhr

Müller im Tor - Bayern-Auftritt als Vorbild

05er wollen Schalker Favoriten ärgern - Schwarz fordert Mut & Gelassenheit

Florian Müller hielt seinen Kasten in Hamburg sauber. ©rscp

Die ominöse "T-Frage" beantworte Sandro Schwarz gleich zu Beginn der Pressekonferenz am Tag vor dem Eröffnungsspiel des 26. Spieltags gegen Schalke 04 am Freitagabend in der OPEL ARENA (20:30 Uhr). "Florian Müller wird auch gegen Schalke im Tor stehen. Es ist für uns nach der Leistung beim Spiel in Hamburg eine logische Entscheidung", so der Cheftrainer der 05er. Der 20-jährige Junioren-Nationalspieler hatte an der Elbe in der Bundesliga debütiert, beim 0:0 die weiße Weste gewahrt und obendrein einen Elfmeter gehalten. "Flo hat uns das Gefühl gegeben, dem Druck im Abstiegskampf standhalten zu können." Der wiedergenesene René Adler wird demnach auf der Bank Platz nehmen und habe die Entscheidung laut Schwarz professionell und verständnisvoll akzeptiert. Während es auf der Torhüter-Position gegen die Königsblauen und den ehemaligen FSV-Manager Christian Heidel also Klarheit herrscht, hat Schwarz in den anderen Mannschaftsteilen hingegen noch mehrere Optionen im Kopf.

In der Trainingswoche sei es in den vergangenen Tagen neben der kritischen Analyse des HSV-Spiels darum gegangen, seinem Team eine ein Stück weit gelassene Herangehensweise vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten zu vermitteln, berichtete Schwarz. "Zu unserer Situation gehört es auch, eine gewisse Entspanntheit beizubehalten. Wir üben alle unseren Traumberuf aus und es handelt sich dabei nur um Fußball. Die Spieler dürfen sich nicht zu viele Gedanken machen auf dem Platz." So soll unter Flutlicht vor heimischem Publikum dann auch verhindert werden, dass die vom Trainer unter der Woche thematisierte und in Hamburg sichtbar gewordene "Spirale im Kopf" als Leistungshemmer wirkt. "Wir rechnen uns gegen Schalke was aus, wollen gegen den Ball wie auch im eigenen Ballbesitz mutig agieren und vor allem den Kopf oben behalten." Dabei gelte zwar wie auch bereits in den vergangenen Wochen, die defensive Stabiltät als Grundlage für Punkte zu betrachten. Das heiße aber, so betonte Schwarz, keinesfalls, "dass wir 90 Minuten tief stehen werden. Wir wollen und müssen zielstrebiger nach vorne agieren und immer wieder Nadelstiche setzen".

Quelle: twitter.com/1FSVMainz05

Stichwort Effizienz

Aus der Außenseiter-Rolle heraus wollen die Mainzer sich am Freitagabend die Leistung aus dem Heimspiel gegen Bayern München zum Vorbild nehmen, als der FSV den Rekordmeister gehörig ins Wanken gebracht hatte. "Eine solche Leistung brauchen wir auch morgen", fordert Schwarz, und hofft dabei freilich auf einen im Ergebnis positiveren Ausgang als beim 0:2 gegen den Tablellenführer. Dass die Aufgabe gegen "einen sehr gut organisierten Gegner" alles andere als leicht wird, steht dabei auch für den Trainer außer Frage. Insbesondere vor der Schaltzentrale der Schalke mit Nabil Bentaleb und Max Meyer warnt der 05-Trainer, gleichzeitig aber auch vor den Umschaltqualitäten des Teams von S04-Trainer Domenico Tedesco. "Zudem arbeiten sie sehr aggressiv gegen den Ball und lassen wenig Torchancen in ihrer engmaschigen Defensive zu." Effizienz in der Ausnutzung der sich bietenden Torgelegneheiten dürfte am Freitagabend somit zu einem wichtigen Stichwort werden.

Mit welcher personellen Besetzung der FSV die Herausforderung angeht, wird das Trainerteam dabei nach den Eindrücken des Abschlusstrainings am Donnerstagnachmittag entscheiden. Der Ausfall von Leon Balogun nach seiner Gelb-Roten Karten steht dabei ebenso fest wie der von Emil Berggreen (krank) und Robin Zentner (Kniereizung). Eine Alternative für die Startelf dürfte neben Nigel de Jong, den Schwarz "definitiv" als eine Option bezeichnet, auch Anthony Ujah sein, nachdem er zuletzt regelmäßig als Joker zum Einsatz gekommen war. Als Alternative für den Platz von Balogun in der Innenverteidigung stünde zudem auch Alexander Hack bereit. Fest steht derzeit also lediglich, wie eingangs erwähnt, dass Florian Müller nun auch sein Debüt in der heimischen OPEL ARENA feiern und sich auf mehr als 30.000 Fans freuen darf und sicher nichts dagegen hätte, auch im zweiten Spiel seiner noch jungen Bundesliga-Karriere ohne Gegentor vom Platz zu gehen. Die Wahl seiner Vorderleute steht indes noch aus.

Restkarten für die Partie gegen Schalke gibt es online, sowie an den Tageskassen, die am Spieltag wie folgt öffnen:

Frühkasse 8 an der OPEL ARENA: 10 Uhr
Alle Tageskassen: ab 18:30 Uhr
Tageskasse am Bruchweg: 15 Uhr

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