Profis 05.12.2017 — 12:00 Uhr

Schröder: "Das ist die Arbeit, die wir machen müssen"

05-Sportvorstand richtet den Fokus derzeit komplett auf die Kaderplanung

Sportvorstand Rouven Schröder (hier auf der Mitgliedersammlung) muss bei den 05ern kurz- mittel- wie auch langfristig denken & planen.

In 14 Tagen geht das Fußballjahr 2017 zu Ende. Für den 1. FSV Mainz 05 stehen noch vier Aufgaben an, bevor die Winterpause beginnt. In den Bundesligaspielen am Samstag bei RB Leipzig, kommenden Dienstag zu Hause gegen Borussia Dortmund, am Samstag darauf in Bremen und zum Abschluss im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart in der OPEL ARENA hat die Mannschaft von Sandro Schwarz Gelegenheit, ihre Situation in der Liga zu verbessern und im Cup-Wettbewerb die nächste Runde zu erreichen. Parallel dazu wartet aber auch auf den Sportvorstand eine Menge Arbeit, denn die Kaderplanung läuft auf vollen Touren.

Das Transferfenster ist in diesem Winter vom 1. bis zum 31. Januar geöffnet. Rouven Schröder arbeitet allerdings schon seit geraumer Zeit daran, auf dem personellen Sektor die Weichen für das neue Jahr zu stellen. Er sei derzeit komplett mit dem Kader und der Vertragslage der einzelnen Profis beschäftigt, sagt der 42-Jährige. "Für mich ist es wichtig, den Fokus immer auf dem Kader zu haben", so Schröder. "Sandro und ich tauschen uns ständig aus. Wir merken, wie unterschiedlich der Job ist bei uns beiden. Der Trainer denkt ganz anders als ein Sportdirektor oder Vorstand. Das ist ganz normal. Wichtig ist, dass wir es gemeinsam hinbekommen." Trainer und Sportvorstand haben regelmäßige Treffen, in denen sie den Kader genauestens analysieren. Ob und wie sich dessen Zusammensetzung in der bevorstehenden Transferperiode verändert, ob Spieler den Klub verlassen, Neuzugänge hinzukommen, bleibt unterdessen intern. Der 05-Sportvorstand arbeitet wie gewohnt im Hintergrund seriös die Themen ab, ohne in der Öffentlichkeit Wasserstandsmeldungen abzugeben.

"Du musst den nächsten Schritt schon wieder machen"

Eine zukunftsweisende Personalie hat Schröder bereits in der vergangenen Woche abgeschlossen: die Vertragsverlängerung von Jean-Philippe Gbamin. Der Mittelfeldspieler hat am Bruchweg seinen 2016 abgeschlossenen Fünfjahreskontrakt vorzeitig um zwölf Monate verlängert. Der ivorische Nationalspieler, in dieser Saison zum absoluten Leistungsträger gereift, wird für den Klub dadurch noch wertvoller. Deshalb sei auch die Verlängerung von einem Jahr wichtig und sinnvoll gewesen. "Bei Jean-Philippe sagen alle, er hatte sowieso Vertrag bis 2021, da brennt doch nichts an. Nein, du musst den nächsten Schritt schon wieder machen, um vorbereitet zu sein", sagt Schröder. "Es geht auch um die Homogenität innerhalb des Teams. Deshalb gilt es immer, Vorbereitungen zu treffen. Für den Winter, für den nächsten Sommer. Für den Fall der Fälle. Jede Woche können sich Dinge verändern. Wir müssen immer Sorge tragen für die Entwicklung der Spieler, dass wir uns da auch schützen müssen. Du musst immer vorbereitet sein."

Im Fall Gbamin sei dieser Schritt ohnehin notwendig geworden. "Ich glaube, dass Jean-Philippe einen sehr, sehr guten Weg macht. Er  spielt im Team eine ganz wichtige Rolle. Er übernimmt Führung, das wünschen wir uns auch von ihm. Er kam aus Lens aus der zweiten französischen Liga. Da konnten wir ihn am Anfang, was die wirtschaftlichen Paramater anging, nicht so hoch einstufen. Dem müssen wir nun Rechnung tragen. Wir möchten zudem auf dem Markt frei verhandeln können, das ist wichtig für den Verein. Dafür kämpfen wir, das ist die Arbeit, die wir machen müssen", sagt der Transferchef. Gbamin habe keine Gedanken an einen Vereinswechsel. "Er möchte hier die nächsten Schritte gehen und das spürst du auf dem Platz, auch in seiner Kommunikation. Er steht exemplarisch dafür, welchen Weg Spieler bei uns nehmen können."

Gbamin als Vorzeigebeispiel

Gbamins langfristige Bindung ist zudem ein Signal. "Es ist ein klares Zeichen auch an ihn, dass wir ihn  wertschätzen, aber auch dass wir ihn auffordern, weiter an sich zu arbeiten, um noch besser zu werden. Wenn er es irgendwann mal wagt, den Verein zu wechseln, soll es dann auch ein Klub sein, bei dem wir alle stolz sind, dass er dahin geht. Und nicht zu einem Verein, bei dem wir sagen, das Geld war okay, aber… Wir möchten irgendwann sagen, wir haben ihn dahin begleitet. Das ist ein wichtiger Punkt", betont Schröder.

Auch für die Wahrnehmung der 05er bei potenziellen Neuzugängen. Schröder kann in den Transfergesprächen offensiv auftreten und möglichen Kandidaten Beispiele dafür aufzeigen, wie sich Spieler in Mainz entwickeln und welche Möglichkeiten sich dadurch für die weitere Zukunft ergeben können.  

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