Engagement 15.01.2018 — 16:59 Uhr

Erinnerungstag im deutschen Fußball

Aktion „Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt“ zum Spiel gegen Stuttgart

Erstmals vor einem Jahr wurde beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund das große Banner "Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt" in der OPEL ARENA präsentiert.

Im Rahmen des Heimspiels des 1. FSV Mainz 05 gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 20. Januar) sowie des 14. Erinnerungstages im Deutschen Fußball werden Vertreter beider Vereine und ihrer Fans unter dem Banner „Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt“ Menschen gedenken, die durch die Nazi-Diktatur und den Folgen ihrer Gräueltaten ihr Leben verloren haben. Die von beiden Vereinen und ihren Fans, dem integrativen Fußballverein FC Ente Bagdad, dem Fanprojekt Mainz e. V. sowie von "!Nie wieder - Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball" unterstützte Aktion soll verdeutlichen, dass Antisemitismus, Rassismus und Homophobie im Fußball keinen Platz haben.  

Eine Woche nach der Partie jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 73. Mal – der 27. Januar ist mittlerweile ein gesetzlich verankerter Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, unter denen sich auch viele Persönlichkeiten aus dem Fußball befanden. So wurde auch Eugen Salomon, einer der Mitbegründer und erster Vorsitzender des 1. FSV Mainz 05 in Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet. Diesem Tag wird am 27. Januar 2018 zusätzlich mit einem Film- und Informationsabend mit einer Expertenrunde im „Haus am Dom“ in Mainz gedacht.     

Vor Anpfiff werden Fans beider Vereine sowie Spieler des FC Ente Bagdad ein großes Banner mit der Aufschrift „Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt“ in der OPEL ARENA präsentieren. Detlev Höhne, Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FSV Mainz 05, Stefan Heim, Vorstand Finanzen, Verwaltung und Operations des VfB Stuttgart sowie Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, werden in einer kurzen Ansprache den Opfern gedenken und zur Erinnerung mahnen. Auch Serge Salomon, Enkel des ermordeten Eugen Salomon, wird der Gedenkrede als Gast beiwohnen.

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