1. FSV Mainz 05

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein:


Passwort vergessen?
Neu registrieren

Hinweis: Dieser Login gilt nicht für die Bereiche Tickets, Shop und TV.



News Details

    Zurück zu: Startseite

    03.10.09 : Profis

    Bruchweg uneinnehmbar: 2:1-Heimsieg gegen TSG Hoffenheim

    Die Hoffenheimer Siegesserie ist gerissen, der Bruchweg bliebt jedoch nach wie vor uneinnehmbar. Mit einer starken Leistung erkämpfte sich der 1. FSV Mainz 05 drei Punkte vor der ausgelassenen heimischen Kulisse. In der ersten Hälfte überzeugte die Tuchel-Elf mit frechen Offensivaktionen und machten in der zweiten Hälfte hinten alles dicht, trotz vieler Hoffenheimer Tormöglichkeiten.

    Kurz vor Anpfiff war Thomas Tuchel noch gezwungen, Last-Minute-Änderungen vorzunehmen – Bo Svensson musste aufgrund eines grippalen Infekts passen, für ihn lief Milorad Pekovic von Anbeginn auf, der mit Elkin Soto zusammen die Doppelsechs vor der Abwehrkette bildete. Beide Teams gingen engagiert in die Partie, doch den besseren Start erwischte Mainz 05 mit der frühen Führung durch Andreas Ivanschitz. Der Ex-Hoffenheimer Zsolt Löw setzte sich über links durch und kam völlig unbehelligt zum Querpass auf Ivanschitz, der in der Mitte lauerte und den Ball volley im rechten oberen Eck versenkte. Die Hoffenheimer Abwehr präsentierte sich in dieser Situation unaufmerksam und auch fünf Minuten später sahen Compper und Co. nicht gut aus. Andre Schürrle scheiterte noch nach Vorlage von Miroslav Karhan per Kopf, aber die Situation war noch nicht vorbei, als Bancé die Lufthoheit im Strafraum gewann und die Kugel mit der Stirn aus spitzem Winkel zum 2:0 ins Tor setzte. Die 05er präsentierten sich aber nicht nur nach vorne stark, auch hinten gab es zunächst für die Favoriten aus Hoffenheim kein Durchkommen. Wenn die Innenverteidigung der 05er nicht klärte, war Müller zur Stelle, so auch in Minute 23, als Heinz Müller gegen Chinedu Obasi rettete. Der schwache Torschuss von Andreas Ibertsberger aus 18 Metern war für Müller ebenfalls kein Problem (27. Minute). Timo Hildebrand auf der Gegenseite blieb auch nicht untätig, erst klärte er gegen Ivanschitz Distanz-Freistoß, dann gegen Noveskis Kopfball aufs Tor (31. und 35. Minute). Die erste wirklich torgefährliche Aktion der Gäste war Sejad Salihovics Freistoß von halbrechts in Minute 36, doch auch hier stand Müller parat, wenn auch im Nachfassen. Kurz vor Abpfiff der ersten Hälfte faustete der Keeper einen weiteren Salihovic-Freistoß heraus, die 05er nahmen die Zwei-Tore-Führung mit in die Pause.

    Nach dem Seitenwechsel dauerte es gute zehn Minuten, bis die Partie wieder an Fahrt aufgenommen hatte, aber dann ging es temporeich weiter. Hildebrand klärte gegen Bancé, der in Minute 53 von der Hoffenheimer Innenverteidigung sträflich allein gelassen wurde. Hoffenheims beste Chance bis dahin hatte Demba Ba, der aus kürzester Distanz zum Torschuss gab, aber über das Tor verzog (58. Minute). Die Kraichgauer bemühten sich, den Rückstand wett zu machen und drückten nach vorn. Obasis Torschuss aus 8 Metern ging aber ebenfalls vorbei, dem Nigerianer versprang das Leder vom Spann (60. Minute). Neben ihrer guten Defensivarnbeit konnten die Mainzer sich trotz erhöhter Hoffenheimer Offensivbemühung auch ab und an mal nach vorne absetzen. Tuchel brachte nach einer knappen Stunde den A-Junioren-Meister Eugen Gopko im rechten Mittelfeld für Karhan, und Gopko kam direkt zu seiner ersten Tormöglichkeit, traf die Kugel aber aus weniger als zehn Metern nicht richtig (63. Minute). Die besseren Möglichkeiten hatte jedoch die TSG. Salihovics Freistoß aus 18 Metern ging allerdings über den Kasten, auch Obasi hatte kein Glück und zimmerte den Ball über das Gebälk (68. und 70. Minute).  Hoffenheim bemühte sich, stand sich aber oft im Strafraum selbst im Weg. Zudem stand 05 mit Mann und Maus im eigenen Sechzehner und verteidigte mit Herz was nur zu verteidigen ging. In der 88. Minute kamen die Hoffenheimer dann aber doch noch zum Torjubel. Andreas Ibertsberger zirkelte das Leder nach Ecke für die TSG aus 20 Metern in die Maschen, Müller war chancenlos. Dennoch schafften die Mainzer den Heimsieg gegen die favorisierten Hoffenheimer. Dank beherztem Offensivspiel in Durchgang eins und starker Defensive in Durchgang zwei stehen die 05er in der Tabelle vorläufig auf Rang fünf vor der Länderspielpause.

    Mainz 05: Müller – Heller, Bungert, Noveski, Löw – Soto (86. Svensson), Pekovic – Karhan (57. Gopko), Ivanschitz (77. van der Heyden), Schürrle – Bancé

    Trainer: T. Tuchel

    TSG 1899 Hoffenheim: Hildebrand – Beck, Nilsson (61. Vorsah), Compper, Ibertsberger – Carlos Eduardo, Gustavo  (61.  Maicosuel), Salihovic – Obasi, Ibisevic (79. Terrazzino), Ba

    Trainer: R. Rangnick

    Ralf Rangnick: „Wir haben an unsere Leistung in den ersten Halbzeiten der letzten Auswärtsspiele nahtlos angeknüpft und es wieder nicht verstanden, worum es geht, nämlich von der ersten Minute an dagegenzuhalten. Das 2:1 fiel dann auch zu spät, um noch etwas drehen zu können, aber ein Punkt hätte mich nicht über den Ärger über die erste Halbzeit hinweggetröstet.“

    Thomas Tuchel: „Die erste halbe Stunde war ich sehr zufrieden, und dann ist eingetreten, was bei Underdogs oft eintritt, nämlich dass man sich nach hinten reinstellt und sich auf Konter verlagert. Das war eigentlich nicht geplant, aber okay. Wir hoffen, dass wir uns demnächst öfter befreien können, damit wir nicht mehr so stark unter Druck geraten. Am Ende stehen drei Punkte gegen einen richtig großen Brocken und wir freuen uns, aber ich hätte gerne darauf verzichtet, dass es am Ende noch so eng wurde.“

    Schiedsrichter: G. Winkmann (Kerken)

    Tore: 1:0 Ivanschitz (6. Minute), 2:0 Bancé (11. Minute), 2:1 Ibertsberger (88. Minute)

    Zuschauer: 20.300 (ausverkauft)

     

    Porträt

    Malik Fathi

    Malik Fathi
    Profis