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04.02.10 : Profis
Frontzeck vor dem Sonntagsspiel: "Mainz wurde unterschätzt"
Am Sonntag müssen die 05er gegen Borussia Mönchengladbach ran - die beiten Teams trennen nur zwei Punkte in der Tabelle. Während die 05er im Münchner Schnee von Arjen Robben und Co. schwindlig gespielt worden sind, haben die Borussen einen 4:3-Sieg gegen Werder Bremen erkämpft. www.mainz05.de hat im Vorfeld mit Gladbach-Coach Michael Frontzeck gesprochen.
Borussia Mönchengladbach steht in ein paar Tagen die Auswärtspartie beim 1. FSV Mainz 05 ins Haus. Die 05er sind in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen – wie lautet Ihr Rezept, um die Heimserie reißen zu lassen?
Wir wissen um die Heimstärke der Mainzer, aber vielleicht gelingt es uns ja, das Bollwerk zu knacken. Borussia hat in den letzten Jahren am Bruchweg immer schlecht ausgesehen, also wird das Spiel schon eine Herausforderung für uns. Lassen wir uns einfach überraschen, wie die Partie am Sonntag laufen wird.
Worin sehen Sie den besonderen Grund für die Mainzer Heimstärke?
Mainz ist es gelungen, die Euphorie aus der Zweitligasaison mit in die Bundesliga zu nehmen. Der FSV ist auf dem Platz gut organisiert, kämpft in diesem engen Stadion, angefeuert von den tollen Fans, um jeden Meter. Vielleicht hat das der ein oder andere Gegner unterschätzt.
Am Samstag hat die Borussia Werder Bremen in einer richtigen Offensivschlacht mit 4:3 bezwungen. Gewinnen Sie ein Spiel lieber so oder eher mit einem 1:0, bei dem die Defensivreihe nichts zugelassen hat?
Sicherlich war die Partie am Samstag für die Zuschauer ein Spektakel, so wie schon in der Hinrunde das 3:3 in Bochum, das 5:3 gegen Hannover, aber auch das 2:4 gegen Hoffenheim. Ich freue mich, wenn die Mannschaft durch ihr Spiel die Zuschauer zufrieden nach Hause gehen lässt. Natürlich ist es auch schön, wenn ein Spiel zu Null gewonnen werden kann, aber vor allem im Hinblick auf die Partie vergangene Woche gegen Bremen wollen wir nicht vermessen sein: Ich bin sehr glücklich, dass wir gegen diese Klasse-Mannschaft gewonnen haben.
Welchen Charakter wird das Spiel am Sonntag in Mainz Ihres Erachtens haben?
Ich erwarte ein offenes Spiel zweier Mannschaften auf ähnlichem Niveau. Mainz hatte 2010 zwei schwere Auswärtsspiele in München und Leverkusen, da haben sie zwar verloren, sich aber dennoch gut verkauft. Und in ihrem Heimspiel haben sie gegen Hannover 96 verdient 1:0 gewonnen. Es ist kein Zufall, dass Mainz am 21. Spieltag eine von drei Mannschaften ist, die zu Hause noch ungeschlagen sind. Wir wissen, was auf uns zukommt.
Die Borussia hat nach 20 Spieltagen acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. In welchen Punkten hat sich die Mannschaft konkret weiterentwickelt?
Die Mannschaft hat an Stabilität gewonnen. Immerhin mussten einige neue Spieler eingebaut werden, vier davon sind mittlerweile Stammspieler. Nimmt man noch Logan Bailly und Dante hinzu, die ebenfalls erst seit einem Jahr in Mönchengladbach sind, dann hat sich das Gesicht der Mannschaft in den vergangenen zwölf Monaten deutlich geändert. Das Team hat an Selbstvertrauen gewonnen, wir wissen aber auch, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.
Im Sommer des vergangenen Jahres sind Sie als Trainer in Ihre sportliche Heimat zurückgekehrt - warum passt der Coach Michael Frontzeck so gut zur Borussia?
Natürlich hat es etwas Positives, dass ich nach dem Training nur wenige Kilometer fahren muss, um nach Hause zu meiner Familie zu kommen. Und es ist auch von Vorteil, dass ich den Verein und sein Umfeld kenne. Noch wichtiger als das ist aber die Tatsache, dass wir in der sportlichen Leitung in einem Team zusammen arbeiten, das in eine Richtung blickt und dass wir eine Mannschaft haben, die lernen kann und mit der man sehr gut arbeiten kann.