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Vorberichte - Donnerstag, der 20. April 2017 14:44 Uhr

Zusätzlicher Antrieb & klarer Anspruch

05-Trainer Martin Schmidt erwartet am Samstagnachmittag in der Allianz Arena gierige Bayern

In der vergangen Saison mussten sich die Bayern um Thomas Müller den 05ern vor heimischem Publikum geschlagen geben. ©rscp

Eines, so 05-Trainer Martin Schmidt, auf der Pressekonferenz vor der Partie beim FC Bayern München am Samstagnachmittag (Anpfiff: 15:30 Uhr), werde sein Team am Wochenende definitiv nicht tun. Nämlich, der Fehleinschätzung unterliegen, der Rekordmeister könne nach 120 kräftezehrenden Minuten bei Real Madrid und dem Aus im Champions-League-Viertelfinale angeschlagen ins Duell mit den 05ern gehen. Wenn auch Nationaltorhüter Manuel Neuer definitiv ausfällt und sowohl der Einsatz von Robert Lewandowski wie auch von den beiden Innenverteidigern Jerome Boateng und Mats Hummels fraglich sei, "treffen wir auf den zukünftigen Deutschen Meister, der auch auf der Bank über genug Spieler auf Weltklasse-Niveau verfügt", so Schmidt. Vielmehr "werden wir den Fokus ausschließlich auf uns richten und uns keine Gedanken über mögliche Bayern-Probleme machen. Sie werden gierig sein", ist der Schweizer überzeugt.

Erleichtert wurde die Vorbereitung des FSV auf die Partie des 30. Spieltags in dieser Woche durch den Befreiungsschlag gegen Hertha BSC (1:0) am vergangenen Wochenende, als der Bann nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg gebrochen werden konnte. "Positive Erlebnisse helfen dem Team. Die Spieler gehen zufriedener ins Bett und kommen mit einem besseren Gefühl zur Arbeit", umschrieb Schmidt seine Beobachtungen der vergangenen Tage. In den Trainingseinheiten herrsche am Bruchweg eine gelöst Atmosphäre, die aber gleichzeitig von Härte und Aggressivität geprägt sei. "Der Sieg gegen Berlin mit all seinen Begleiterscheinungen und der Unterstützung des Publikums war eine geschlossene Leistung des ganzen Vereins und der gesamten Region. Zusammen mit den Fans haben wir den Bock umgestoßen." Gleichzeitig betont der Schmidt, dass trotz des Sieges längst nichts erreicht sei auf dem Weg zum Klassenerhalt.

"Besseres Gefühl im Kopf"

"Die drei Punkte sorgen bei uns aber grundsätzlich für ein besseres Gefühl im Kopf", so Schmidt weiter. Und um die richtige mentale Einstellung werde es auch am Samstagnachmittag gehen, wie der 05-Trainer betont. "Nur wenn wir fokussiert sind auf die große Herausforderung in der Allianz Arena, uns von dem Gedanken frei machen, wer beim FCB fehlen könnte und unsere Leistung aus physischer und taktischer Sicht in den Vordergrund rücken, können wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden." Das gesteigerte Selbstvertrauen nach dem spürbaren Leistungsaufschwung der vergangenen Wochen gelte es mit auf die Reise nach München zu nehmen und die Aufbruchstimmung in der Heimat dabei als zusätzlichen Antrieb zu begreifen. Schließlich, so verdeutlichte auch Sportdirektor Rouven Schröder, "brauchen wir weiterhin jeden Punkt und wollen auch in München ein positives Ergebnis erzielen. Wir machen uns nicht klein und wissen, dass die Mannschaft schon in der letzten Saison eine sehr gute Leistung bei den Bayern gezeigt hat." Im März 2016 brachten die Mainzer den Bayern nach Toren von Jairo und Jhon Córdoba durch einen 2:1-Auswärtssieg die einzige Heimniederlage der Saison bei. 

Neben Sportdirektor und Trainer werden am Wochenende im Übrigen rund 4500 weitere Mainzer für Aufbruchstimmung gen Süden sorgen. Sie unterstützen die 05er in der Allianz Arena und dürften für den letzten nötigen Motivationsschub von den Rängen sorgen, der nötig sein wird, um dem Tabellenführer die Stirn zu bieten. Verzichten muss Schmidt bei der Wahl seines 18er Kaders am Wochenende auf die verletzten Florian Müller, Gaetan Bussmann, Emil Berggreen und Marin Sverko, während hinter möglichen Einsätzen der angeschlagenen Jhon Córdoba, Jean-Philippe Gbamin und Jairo noch Fragezeichen stehen. Über ihren Einsatz wie auch über die Besetzung der Torhüter-Position (Jonas Lössl oder Jannik Huth) werde laut Schmidt kurzfristig entschieden. Eines, so der Trainer, stehe jedoch bereits heute fest: "Die Bayern werden gewarnt sein und erinnern sich sicher auch noch an das Spiel in der vergangenen Saison. Da sind wir über unsere 100 Prozent gegangen. Und das ist auch der Anspruch für Samstag."

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