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Vorberichte - Donnerstag, der 11. Mai 2017 14:00 Uhr

"Kontrolliertes Risiko" statt Rechenspiele

05er wollen im "regionalen Fight" gegen Eintracht Frankfurt drei Punkte einfahren und sich frei machen von den Ergebnissen der Konkurrenz

Hinter dem Einsatz von Danny Latza steht zwei Tage vor der Partie gegen die Eintracht noch ein Fragezeichen. ©rscp

Gleich mehrere Szenarien sind am Samstagnachmittag denkbar in der OPEL ARENA, wenn die 05er im letzten Heimspiel der Saison auf Eintracht Frankfurt treffen. Gelingt den Mainzern dabei der angestrebte siebte Heimsieg der Saison und verliert der Hamburger SV gleichzeitig bei Schalke 04, der Klassenerhalt wäre aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz wohl in trockenen Tüchern. Verpassen die Mainzer den Dreier, muss am Bruchweg gezittert werden bis zum 34. Spieltag, dem womöglich alles entscheidenden Auswärtsspiel in Köln.

Freunde von Rechenspielen jedoch, soviel stellten 05-Trainer Martin Schmidt und Sportdirketor Rouven Schröder im Rahmen der Pressekonferenz am Donnerstagmittag unisono klar, seien sie nicht am Bruchweg. "Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, ist es völlig egal, was woanders passiert", unterstrich Schmidt, dass sein FSV zwei Spieltage vor Saisonende nach wie vor alles in der eigenen Hand hat. Voraussetzung dafür, dass dies auch bis zur Reise nach Köln so bleibt, sind drei Punkte im "regionalen Fight", wie der 05-Trainer die Begegnung mit der Eintracht bezeichnete. "Dass wir in dieser Situation auf Frankfurt treffen, ist das zusätzliche Salz in der Suppe auf der Zielgeraden der Saison und ein echter Kracher", freut sich der Schweizer auf das Duell in der wohl wiederum ausverkauften OPEL ARENA. Derzeit ist lediglich noch ein kleines Restkontingent an Tickets für die Lotto-Rheinland-Pfalz-Tribüne erhältlich.

Die "Rote Wand" elektrisieren

"Wir müssen auf uns schauen, wollen gewinnen und drei Punkte sammeln", verdeutlichte auch Schöder den Mainzer Ansatz. Ihm sei es schließlich lieber, sich mit Tatsachen beschäftigen. "Für alles andere ist am Samstagnachmittag ab 17:20 Uhr Zeit", so der Sportdirektor, der in diesen Tagen wiederholt betonte, keinerlei Zweifel am Klassenerhalt zu hegen. Gleiches gilt für Trainer Schmidt, der gleichfalls ankündigte, dass "wir auf Sieg spielen wollen und müssen". Das Rezept: "Wir werden ein kontrolliertes Risiko gehen und wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken", so Schmidt. Als die wichtigsten Elemente betrachtet Schmidt dabei auch gegen die Eintracht die "Arbeit gegen den Ball und Aggressivität" von der ersten Minute an. Mit einem angedachten mutigen Auftritt wollen die 05er zudem das Publikum elektrisieren und analog zum Sieg gegen Berlin von der "roten Wand" profitieren. "Sie hat uns damals geholfen, den Bock umzustoßen. Auch am Samstag brauchen wir jeden in 'Rot', um erfolgreich zu sein", setzt der Trainer auch diesmal wieder auf den Vorteil, vom heimischem Publikum getragen werden zu können. 

Dass sein Team dem Druck im Kampf um den Klassenerhalt gewachsen ist, daran bestehen laut Schmidt nicht die geringsten Zweifel. "Die Trainingseindrücke bestätigen das. Die Jungs sind wach und hoch konzentriert. Wir gehen hier den Weg der Ruhe und des Vertrauens. Diese Strategie ist unser Anker, der uns erlaubt alles Andere auszublenden." Der Fokus am Bruchweg liegt dieser Tage somit ausschließlich auf dem kommenden Gegner, den Schmidt "kernig und aggressiv wie eh und je" erwartet. Jeder Spieler im Kader der Eintracht werde zudem eine persönliche Bewerbung für das Ende Mai anstehende DFB-Pokalfinale in Berlin abgeben wollen. "Frankfurt kann unbeschwert an die Aufgabe herangehen, ist aber mit der Rückrunde sicher genauso wenig zufrieden wie wir und will liefern", verweist der FSV-Chefcoach nochmals auf den von ihm erwarteten "Fight" auf dem Rasen. Ein Kampf, bei dem die 05er weitestgehend aus dem Vollen schöpfen können, muss Schmidt doch lediglich auf Florian Müller (nach Hüft-OP) verzichten, während sich die Einsätze der angeschlagenen Danny Latza und Alexander Hack kurzfristig entscheiden sollen. Unabhängig davon, ob die beiden Stammkräfte der vergangenen Wochen rechtzeitig fit werden, wird Schmidt aber eine Elf ins Rennen schicken, die sein 100prozentiges Vertrauen zu spüren bekommen werde. Dieses, so unterstreicht er nochmals, sei in der jetzigen Phase einer der wichtigsten Faktoren. Vertrauen in die Stärke jedes Einzelnen, in den Verein und die Fans. Ein Schulterschluss, der, günstige Spielverläufe in anderen Arenen vorausgesetzt, schon am Samstag das Erreichen des großen gemeinsamen Ziels Klassenerhalt nach sich ziehen könnte. 

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