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Spielberichte - Samstag, der 13. Mai 2017 17:30 Uhr

4:2 - Furiose Aufholjagd gegen SGE

#Mainzbleibt1 - 05er drehen Partie gegen die Eintracht und dürfen am 33. Spieltag den Klassenerhalt feiern

Dank einer furiosen Aufholjagd im zweiten Durchgang hat der 1. FSV Mainz 05 nach einem 0:2-Rückstand gegen Eintracht Frankfurt nach 90 packenden Minuten in der OPEL ARENA noch mit 4:2 (0:1) gewonnen und dadurch den Klassenerhalt am 33. Spieltag perfekt gemacht. In die Karten spielten den Mainzern dabei die Ergebnisse der Konkurrenz aus Wolfsburg (1:1 gegen Mönchengladbach) und aus Hamburg (1:1 auf Schalke), die den Relegationsplatz am letzten Spieltag im driekten Duell ausspielen müssen. Nach Toren von Branimir Hrgota (42.) und Haris Seferovic (50.) waren die Gäste vom Main eine Stunde lang auf der Siegerstraße gewesen. Jhon Córdoba (60).) Stefan Bell (62.), Yoshinori Muto (76.) und Pablo de Blasis per Foulfelfmeter in der Nachspielzeit drehten aber die Partie zugunsten des FSV. 05-Trainer Martin Schmidt hatte sein Team im Derby nach dem Remis in Hamburg auf zwei Positionen umgestellt. So ersetzten Fabian Frei und Bojan Danny Latza sowie Yoshinori Muto.

Ein langes Abtasten sahen 34.000 Zuschauer in der ausverkauften OPEL ARENA dabei nicht. Vielmehr schalteten die Gastgeber schon in den ersten Sekunden den Vorwärtsgang ein und hätten nach knapp einer Spielminute in Führung gehen können, als Pablo De Blasis sich bis zur Grundlinie durchtankte, sein Rückpass vor dem Tor aber keinen Abnehmer fand. Auch an der zweiten guten Szene war der Argentinier beteiligt. Sein Schuss aus zwölf Metern nach Zuspiel von Bojan wurde aber von Timothy Chandler zur Ecke geklärt (10.). Im Gegenzug hatten die 05er dann Glück und konnten sich bei Jannik Huth bedanken, der gegen den frei vor ihm auftauchenden Haris Seferovic die Ruhe behielt und den Rückstand verhinderte (11.). Die Mainzer blieben aber auch in der Folge spielbestimmend. Die nächste Gelegenheit bot sich Daniel Brosinski nach einer Flanke von Levin Öztunali. Der Rechtsschuss des linken Außenverteidigers strich jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (15.).

Der FSV agierte in dieser Anfangsphase enorm druckvoll und konnte auch die nächste Einschussgelegenheit für sich verbuchen. Fabian Freis Schuss von der Strafraumgrenze wurde jedoch ebenfalls von einem Frankfurter Abwehrbein zur Ecke geklärt (20.). Die 05-Führung lag in dieser Phase in der Luft, wurde von der Nummer eins im SGE-Tor Hradecky jedoch kurz darauf auch beim Gewaltschuss von Córdoba verhindert (22.). Die Mainzer zeigten die reifere Spielanlange und wirkten gleichzeitig bissiger als die Gäste. So erkämpfte sich nach einer knappen halben Stunde Jean-Philippe Gbamin das Leder gegen Aymane Barkok und leitete einen Konter ein, an dessen Ende De Blasis das Leder jedoch aus aussichtsreicher Position nicht an den Mann brachte (30.). Da auch Giulio Donati (35.) und Fabian Frei (39.) scheiterten, blieb es bis in die Schlussphase des ersten Durchgangs, in dem sich die 05er ein deutliches Übergewicht erspielt hatten, beim torlosen Remis. Dem Spielverlauf allerdings entsprach es keinesfalls. Noch weniger das dann folgende 0:1, das einem Tiefschlaf in der FSV-Defensive entsprang. Barkok flankte aus dem Halbfeld, Hrgota konnte das Leder in aller Ruhe mit der Brust annehmen und freistehend vor Huth einschieben.

Früher Schock - späte Belohung

Zu Beginn des zweiten Durchgangs reagierte Schmidt und brachte Muto für Öztunali. Doch wie schon gegen Mönchengladbach erwischten die Mainzer nach der Pause einen Kaltstart. Der auf dem linken Flügel völlig freistehende Taleb Tawatha flankte in der 50. Minute auf Hrgota, Huth parierte, doch Seferovic staubte aus kurzer Distanz zum 0:2 ab. Zwar brauchten die Gastgeber einige Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen, kamen in der 58. Minute dann aber zu einer Doppelchance auf den Ausgleich. Zunächst reagierte Hradecky bei einem strammen Schuss von Gbamin glänzend, danach setzte Córdoba den Abpraller neben den Kasten der Eintracht. Zwei Minuten später machte der Angreifer es dann aber besser. Nach einem langen Ball von Frei lief der Torjäger frei auf Hradecky zu und ließ dem Schlussmann mit einem Klasse-Abschluss kein Chance (60.). Die Mainzer waren zurück im Spiel und legten wenig später nach. Eine Freistoß-Flanke von Brosinski nickte Kapitän Stefan Bell zum 2:2-Ausgleichstreffer ein (62). Der FSV hatte die Partie nun endgültig wieder im Griff und durch Frei die nächste Chance, erstmals in Führung zu gehen. Dem Schweizer rutschte das Leder jedoch aus 20 Metern über den Spann, der Ball landete über dem Querbalken (67.).

Die 05er blieben mutig und drängten auf die so wichtige Führung im Kampf um den Klassenerhalt. In der 76. war es soweit und die Partie gedreht. Der starke Bojan flankte aus dem Halbfeld, Joker Muto schraubte sich hoch und ließ Hradecky keine Chance. Die Stimmung in der OPEL ARENA war in der Folge ekstatisch, die elektrisierende Aufholjagd übertrug sich in der Schlussphase auf die Ränge, die die 05er bis in die spannenden Schlussminuten trugen, in denen weitere Torchancen lange Mangelware blieben. Alles klar machten die Mainzer in der Nachspielzeit. Muto kam im Strafraum zu Fall und De Blasis erzielte das umjubelte 4:2, womit der FSV sein Punktekonto vor dem letzten Spieltag auf 37 hochschraubt und schon vor der Reise nach Köln die letzten Zweifel am neunten Jahr Bundesliga am Rhein ausgeräumt werden konnten.

Mainz 05: Huth – Donati, Bell, Balogun, Brosinski – Frei (75. Latza), Gbamin, Öztunali (46. Muto), De Blasis, Bojan – Córdoba (87. Quaison)
Eintracht: Hradecky – Chandler, Abraham, Hector, Oczipka – Barkok (68. Besuschkow), Tawatha, Fabian, Gacinovic – Seferovic (75. Varela), Hrgota

Tore: 0:1 Hrgota (42.), 0:2 Seferovic (50.), 1:2 Córdoba (60.), 2:2 Bell (62.), 3:2 Muto (76.), 4:2 De Blasis (90.+2)
Zuschauer: 34.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Marco Fritz

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